Acht Tage, vier Filme – fast eine Quote wie früher, jedenfalls wenn man unter “früher” so etwas wie “vor einem Jahr” versteht. Also, im Schnelldurchlauf:
Land of the Dead – eine Fortsetzung, für die man die vorigen Teile gesehen haben sollte, damit man das ganze zu schätzen weiß. Ich habe die natürlich nicht gesehen, so dass ich mir Sachen wie “der Zombie mit den Messern war im vorigen Teil einer der Protagonisten” erklären lassen musste. Dennis Hopper und die beiden Typen aus Shaun of the Dead hab ich auch nicht erkannt, trotzdem fand ich ihn lustig. Wahrscheinlich sieht man sich den besser auf einem Videoabend an, auf dem auch die anderen Teile gezeigt werden. Anstelle des Trailers sollte man sich vor einem etwaigen Kinobesuch besagte Vorgängerfilme ansehen, da hat man mehr davon.
Charlie und die Schokoladenfabrik – der Vorspann war eher eine Parodie auf Burton/Elfman, der Film selber war so bunt, dass ich der burtoneske Amaretto-im-Keller-Effekt fast gar nicht wahrzunehmen war. Leider sind die Lieder im Vergleich zu Nightmare before Christmas alles andere als beeindruckend, aber insgesamt doch ein netter Film, den man sehr gut über den Trailer einschätzen kann.
Herbie Fully Loaded – eine Herbie-Fortsetzung, nicht mehr und nicht weniger. Herbie hat zwar inzwischen eine gewisse Mimik mit zwinkernden Scheinwerfern und einer grinsenden Stoßstange, wer aber einen intelligenten superschnellen Käfer akzeptieren kann sollte damit auch kein Problem haben. Nett und belanglos, Herbie, Lindsay Lohan – genau das, was man sich unter dem ganzen vorstellt. Eines habe ich aber nicht verstanden: Im Vorspann zeigen sie lang und breit Herbies Aufstieg zum Ruhm, seine Berühmtheit, begeisterte Fans, erwähnen dann noch kurz den Fall und Abstieg bis zum Schrottplatz (ohne das zu begründen) – aber trotzdem erkennt kein Auto-Tuner, kein Rennfahrer, kein Sportreporter Herbie wieder. Gerade in solchen Kreisen sollte man eher mit Legendenbildung als mit Vergessen rechnen, aber nein – niemand hat je von Herbie gehört, nicht mal ein verwirrter alter Mann oder sowas. Komisch. Jedenfalls, auch hier ist der Trailer hilfreich.
Red Eye – ein netter, solider Actionfilm vom Wes Craven, bei dem ich mich kein einziges Mal über irgendwelche himmelschreienden Blödheiten geärgert habe. Mehr dazu beim Gnom. Meiner Meinung nach waren die bösen “Dawai” sagenden Terroristen übrigens Tschetschenen. Hier hat mir der Trailer übrigens eine kleinere Überraschung verdorben, aber das war auch alles andere als schlimm.
Trailer, Trailer, Trailer! Ich mag Trailer. Trailer, Trailer, juhu!
#1 - spiritofhope 2005-08-30 15:52 - (Reply)
Es gibt zu Land of the death nen ersten Teil? Wieder was dazu gelernt :o)
#1.1 - Erdferkel said:
2005-08-30 16:05 - (Reply)
Einen? Gleich drei (Night of the Livin Dead, Dawn of the Dead und Day of the Dead). Romero hat das Genre eigentlich begründet, und die hiesigen Zombiefilmfans haben mir Dawn of the Dead und Day of the Dead ganz oben auf meine "Musst Du sehen"-Liste gesetzt.
#1.1.1 - Azundris said:
2005-08-30 16:58 - (Reply)
Kann man zumindest sehen. "Dawn" gibt es in "alt" (mehrere Versionen), "neu", und "neu, länger." Ich fande "länger" deutlich besser als nur "neu", auch wenn ich nicht genau festmachen kann, warum. "Alt" ist inzwischen etwas angestaubt, die Effekte waren selbst damals schon "low budget", wenn ich micht recht erinnere. Dennoch fand ich "Zombies im Kaufhaus" als Kind ausgiebig gruselig, eine lustige Kombination, der Zombie-Horror auf der einen Seite und die kostenlose Selbstbedienung im Kaufhaus andererseits. Zuckerbrot und Peitsche im Zombieeinkaufswunderland. Das remake bringt inhaltlich nicht viel neues (wobei die ersten zehn Minuten sehr spannend sind, der Jay Leno-Witz lustig, und sie überdies zeigen, dass Max Headroom nicht nur Max Headroom spielen kann, wie man nach Rasenmähermann 2 vermutete, sondern auch richtige Menschen) und ist eher splatter-arm.
"Day of the Dead" hat deutlich mehr splatter, auch wenn hier wieder Budget und die damaligen technischen Möglichkeiten Abzüge in der B-Note geben — der böse Wille war zumindest da.
"Shaun of the dead" war für mich klar "der lustigste Film 2004", war aber offenbar sehr Britisch, die mir bekannten Zombie-fans fanden ihn lediglich "na ja." Gleichzeitig weiß ich nicht, ob man ihn mit Nicht-fans sehen kann, vermutlich fehlen da wieder die Referenzen (obwohl, "mana mana" kennt ja jeder : ), und an ein, zwei Stellen ist es für eine Komödie — oder eine ZomRomCom, romantic comedy with zombies — dann doch überraschend splatterig.
(Wobei ich sowieso komisch bin und vermute, dass die meisten das was ich für die lustigste Stelle halte, nicht mal als gag erkennen würden.)
Na gut. Damit fühle ich mich jedenfalls geeignet und motiviert, mir Land anzusehen. Ist doch auch ‘was.
Bleibt nur noch, auf zombiepinups.com und girlsandcorpses hinzuweisen sowie den Zombie-survival-Test; auf das Buch zum Thema "Überleben" hatte ich ja bereits hingewiesen. "28 days later" versuchte, Zombie-Film und "Herr der Fliegen" gleichzeitig zu sein, das klappte nicht, "Resident Evil 2" versuchte einfach nur, sehr blöd und langweilig zu sein, dies gelang.
Und das war’s dann ja schon fast wieder aus dem Hause Zombie. Für weiterführende Info wie immer http://retro-park.de/
#1.1.1.1 - Erdferkel said:
2005-08-31 20:14 - (Reply)
Welch herrlicher Kommentar voll von Zombigkeit! Danke, danke.
#2 - spiritofhope 2005-08-30 15:52 - (Reply)
land of the dead
Blöde Kommentarfunktion ohne Möglichkeit Fehler zu berichtigen (woher kenn ich das bloss? g)
#3.1 - Erdferkel said:
2005-08-31 20:13 - (Reply)
Jajaja; aber das ist halt quick and dirty blogosphärenstyle (oder so). Wenn da nicht dieser weitaus peinlichere Fehler gewesen wäre, ich hätte es nicht verbessert.
Wird Zeit, dass ich mir einen Sekretär zulege.
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