Bei Gnomens zu Hause ist heute Weinfestendfest. Eine Zeit lang behauptete er, dass es das größte Weinfest Deutschlands wäre; dann relativierte er (nach Anerkennen dieses Wurstmarktes, oder so) das ganze schnell zu einem ziemlich großen Weinfest und lobte den Tag des Abschlussumzuges, den “einzigen Tag des Jahres, an dem man nicht schief angeschaut wird, wenn man schon um 14 Uhr betrunken ist”. Neustadt an der Weinstraße hat also anscheinend keine Karnevals“kultur”, was den Pfälzern einen Sympathiepunkt bringt.
Jedenfalls, heute so gegen zwölf wunderte ich mich dann, warum der Gnom sein Zimmer noch nicht verlassen hatte. “Da muss er sich schon sputen, mit dem um zwei betrunken sein und überhaupt.” Nach einer kurzen moralischen Diskussion mit mir selbst beschloss ich dann, uns einen Kaffee zu machen und ihn dann doch zu wecken, man ist ja kein Unmensch und so, nur um überrascht festzustellen, dass er sich irgendwann vor neun aus dem Haus geschlichen haben muss. Naja, die Absicht zählt, aber den Kaffee werde ich nicht bis morgen für ihn aufheben.