In der zehnten oder elften Klasse legte ich mir eigenmächtig und unoffiziell als Erweiterung meines viel zu kurzen Namens folgende zusätzlichen Vornamen als Einschub zwischen Zweitvorname und Nachname zu:
In der zwölften und dreizehnten Klasse verbrachte mein programmierunwilliger Banknachbar und Teampartner Markus die Informatik-Stunden damit, diese Liste zu verinnerlichen; zum Abitur konnte er sie endlich auswendig. Soll mal einer sagen, der hätte in Informatik nix gelernt. Eigentlich sollte die Liste als Künstlername bei der nächsten Perso-Verlängerung eingetragen werden – zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich das vergessen habe. Die Frage, ob ich mich trauen würde, wurde so damit hinfällig, unsere diesbezügliche Wette irgendwie auch. 2006 ist die nächste Chance …
Heute taucht zum ersten Mal der Tag der Theo-Prüfung in der 10-Tage-Wetter-Vorhersage auf, trotzdem stellt sich noch keine andauernde Nervosität ein. Die Grundideen sind ja ganz leicht, doch steckt der Teufel, ach!, im Detail.
Theo steht glücklicherweise nicht für den Datenbanken-Theo, sondern für Theorie beim Reduktionssysteme-Jürgen ; nicht für die Prüfung beim Großkhan der Datenbänkler, sondern für die Prüfung bei einem der Großkhane der Theorembeweiser. Auch deswegen macht mir das Lernen einigermaßen Spaß, so viel wie halt beim Lernen an sich möglich ist.
Und weiter geht es nach unten, Noethersch, Terme verbiegen und verändern sich, entlang an kritischen Paaren, hoffentlich konfluent und terminierend zur Normalform hin. Sobald man weiß, wo unten ist, ist alles einfach, doch gibt es unzählige Arten von unten. Wozu das alles? Für Leute, die einen automatischen Beweiser brauchen, ist’s sogar nützlich, doch wer fragt nach Nutzen wenn Symbole vorkommen, die nicht mal in den LATEX-Symboltabellen stehen? Zum Beispiel ≥ mit geschlossenem Dreieck und Punkt in dessen Mitte, haha!
Und weiter, weiter, denn die Unvermeidbarkeit von Pattern, insbesondere in unendlichen Worten, will auch ihre Aufmerksamkeit. Und dort, das unendliche Wort von Thue-Morse! Ich wähle Dich, Homomorphimon, das fehlt mir noch in meiner Sammlung! Bis zum 15. ist hier erst Mal weniger los, denn die vorletzte Prüfung verlangt ihren Tribut. Vielleicht, vielleicht entwickle ich mit genug Leidenschaft für Terme, Formeln, Reduktionen auch die dunkle Aura, die Kris sonst nur Mathemat- und PhysIkern zugesteht?
Ah, die Macht der schwarzen Magie, schwer ist sie zu meistern und karg ist der Lohn! Jahre des Studiums der obskursten Formeln, dicksten Bücher und kryptischsten Zeichen, Jahre des Praktizierens der wirrsten Konventionen und Techniken, nur um am Ende als Magier Stufe 20 im Schnitt nicht mehr als 35 Trefferpunkte haben – gerade genug, um am eigenen mittleren Feuerball genau zu sterben.
Wohlgemerkt, schon ab Konstitution 16 gibt’s einen Punkt mehr pro Stufe, ich sollte vielleicht doch ein wenig Sport machen. Nach der Prüfung.
| | | | Back to top
Design by Andreas Viklund | Serendipity Template by Carl
Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]