Links ich, wenn ich 65 bin (losing my hair, many years from now). Könnte schlimmer sein; eventuell lege ich mir dann eine Schrotflinte, eine Weste und ein Trike zu und durchquere die nukleare Winterlandschaft.


Rechts ich, mit 25, wenn ich eine Frau wäre. Also, eine Frau mit Bart. Abgesehen von dem sieht das Bild wie eine etwas … nun … gepolstertere Version meiner Schwester aus, was mich dann doch ein wenig überrascht hat. (gefunden bei Jannis, dem souveränen Herrscher über supersized.org)
Der deutsche Meister im Chili-Essen bietet mir etwas von seiner 119,700-Scoville-Sauce an und erwähnt nebenbei, dass noch schärfer auch noch drin ist. Ich folge seinen Hinweisen (einen Tropfen auf die Gabel, dann in die Flasche zurücktropfen lassen und mit dem winzigen Rest das Fleisch bestreichen und es dadurch nahezu ungenießbar werden lassen) und mache interessante Erfahrungen, die ich aber nicht unbedingt wiederholen möchte.
Big M (der Löser des Sockenproblems) ist mit seiner Vorlesung noch hardcoriger als ich mit meinen blöden Witzen und erklärt seinen Zweitsemestern die strukturelle Induktion anhand eines Kalküls, denn mit Kalkülen kann man fast alles erklären. Ich hoffe, die Zweitsemester sehen das ganze auch als Chance, mal richtig viel zu lernen. Ha. Ha.
Und ich stelle fest, dass ich circa fünfzehn verschiedene Shampoo-Sorten besitze, allerdings nur 6 verschiedene Duschgels, das wiederum ausgleichend aber knapp 30 Paar Schuhe. Außerdem habe ich mir gestern gleich fünf von den Doppel-Schokoladen-Muffins gekauft und schon vier gegessen. Da kann ich zwar nicht unbedingt mit den anderen mithalten, aber es exzessiviert sich jeder so gut er eben kann.
Zuerst vollkommen am Thema vorbei: Die Leute von Joey’s legen neuerdings Werbezettel der Fitcom bei; wenn ich nicht als Ausgleich für nicht-vorhandene Pepperoni-Salami noch einen unglaublich schokoladigen Schokoladenmuffin geschenkt bekommen hätte würde ich ihnen jetzt zürnen.
Andererseits muss ich noch einmal aus aktuellem Anlass in aller Entschiedenheit warnen: Wer von meinem Teller klaut kriegt Ärger. In der Mensa mag es ja noch angehen, jemand anders ein, zwei Pommes vom Teller zu mopsen; besonders wenn er seinen Platz verlässt und nicht weiter aufpasst. Wenn ich aber dabei bin, genussvoll einen Big Brauhaus Thai-Burger zu verzehren, werden sämtliche Störungen bestraft; zur Not auch mit brutalsten Gabelstichen, zur größten Not auch nachtragend und die Grenzen des Spaßes überschreitend.
Stellt Euch einfach vor, ihr würdet den Hulk beim Essen stören, genauso ist das bei mir. Ihr nervt, ich werde sauer, ihr seht mich mit freiem Oberkörper und leidet dann noch mehr. Am Ende sind wir alle traurig und es gibt nicht mehr Gewinner als bei einem globalen Atomkrieg, und das alles nur, weil Ihr Arschkrampen nicht die Finger von meinen Pommes lassen konntet.
Ich teile gerne meinen Alkohol, meinen Kaffee und meine Vorräte; aber was auf meinem Teller ist gehört mir und wird verteidigt. Zur Not, Prinz Humperdinck, bis zum Schmerz! (Ihr wisst schon, nicht Tod, sondern Leben zu meinen Bedingungen. Die Details kann man nachlesen.)
Hörbar und unaufhaltsam grausam zerstückelt die Kaffeemühle Bohne um Bohne (Tchibo, noch von vor der Erhöhung). Vor mir steht ein Kuchen, ein Geburtstagskuchen, der leider nicht für meinen Geburtstag bestimmt ist und deswegen nicht angerührt werden darf. Ich könnte ihn natürlich einfach wegfressen und dann einen Fress-Flash als lahme Entschuldigung anbringen. Der Gnom hätte dafür bestimmt Verständnis, aber nur bis ihm einfiele, dass ich ja gar nicht kiffe, und so weiter. Stattdessen kratze ich immer wieder ein wenig Zuckerguss vom Tisch; Zuckerguss mit Grenadine, der Kuche ist nämlich ein Vulkan.
Ansonsten herrscht Stille. Anika ist in einer Vorlesung, der Gnom schläft und der Noch-Mitbewohner war diese Nacht wieder bei seiner Freundin, allerdings nicht ohne vorher die Wäsche in der Waschmaschine zu vergessen. Zumindest glaube ich, dass er das war, vielleicht ist aber auch Gnomen-Wäsche, so genau weiß man das nicht ohne sich anstrengen zu müssen. Aber heute Abend, wenn der Noch-Mitbewohner von der Arbeit in Karlsruhe zurückkommt, wird die Wäsche bestimmt noch fast frisch sein. Wäsche ist da so ähnlich wie Pizza – einen Tag nach frisch ist sie noch okay, zur Not wärmt man sie halt auf.
Was für ein schlechter Mensch muss man denn sein, um Erstsemestern blöde Ideen wie
Was ist die erste Ableitung von xxx2?in den Kopf zu setzen? Die kriegen das natürlich nicht hin, halten es für wichtig und quälen damit den Vorkurs-HiWi. Und statt mir zu glauben, dass sie besser mal über die vollständige Induktion nachdenken sollten, geben sie keine Ruhe und wollen mehr als “Nehmt halt ein paar mal die Kettenregel” gesagt bekommen.
Glücklicherweise kann der Gnom mit Derive umgehen, so dass ich ihnen morgen eine Lösung präsentieren kann. Nicht, dass sie dadurch irgendwas sinnvolles lernen würden, aber wenn sie das wissen wollen … Mal ehrlich, wer rechnet so doofe Frickelaufgaben denn per Hand aus? (Jaja, ich weiß, wenn man nicht nach x ableitet ist das einfach. So leicht lassen die sich aber nicht abspeisen.)
Heute morgen hatte ich eine Idee für ein Computerspiel. Man übernimmt darin die Rolle eines Haustiers, das haustiertypische Missionen ausführen muss, wie z.B. Essen klauen, Vogel fressen oder Rivalen bzw. Ärgernisse (andere Haustiere, Kinder oder “Herrchen” bzw. “Frauchen”) unauffällig umbringen, außerirdische Invasion abwehren und so. Unter anderem hängen diese Missionen vom gewählten Tiertyp ab, schon alleine, weil eine Katze andere Sachen kann als ein Meerschwein.
Bestimmt kam das schon mal auf den Markt, und bestimmt nur in Japan. Jedenfalls ist es das erste Mal seit langem, dass ich eine meiner frühmorgendlichen Ideen abends nicht vollkommen schlecht finde, deswegen vermute ich, dass die schon jemand anders umgesetzt hat und ich das nur irgendwo aufgeschnappt habe.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]