Einen Tag bevor der Papst starb trieb ich aus dunklen Quellen den entsprechenden (und schwer zu kriegenden) Band von Cerebus auf, auf den jwz hier verweist (Church & State 1). Die Sache mit dem World-Trade-Center-Anschlag ist übrigens auch nur passiert, um mich von der Arbeit an meinem Proseminar abzulenken. Das Timing war jedenfalls verdammt gut. Mindestens einmal die Woche sollte man die eigene Position im Universum drastisch überschätzen, das ist gut für’s Selbstbewusstsein.
Ach, und danke der Nachfrage – trotz formaler Eignung (männlich, katholisch, unverheiratet) stehe ich für das Amt auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung. Ich würde zwar lieber Papst werden, als den vakanten Posten des Vize-Präsidenten für die Lehre an der TU KL zu besetzen, aber im eingangs erwähnten Comic sieht man schon, dass Erdferkel keine Päpste werden sollen. Wo wir gerade dabei sind – warum hat der Ratzinger-Fan-Club keine besser aussehenden T-Shirts im Angebot, das Zeug da will man doch nicht mal als großer Fan tragen.
Zu meinen Plänen für die Zukunft gehört ja bekanntermaßen neben einer Schar dressierter Affen, die mir meinen Kaffee pflücken auch die immer wieder erwähnte U-Boot-Yacht. Dank Boing Boing habe ich jetzt endlich einen angemessenen Hafen dafür gefunden:

Gebt den Affen Tauchanzüge und lasst sie Korallen pflanzen!
Da bin ich wieder, und ich war niemals richtig fort. Irgendwann habe ich mal irgendwo gelesen, dass Computerspiele auf das Gehirn eine ähnliche Wirkung wie Crack haben sollen, jedenfalls was die Suchteffekte betrifft (die Langzeitschäden lasse ich für diese Betrachtung mal besser aussen vor). Ich kann das nachvollziehen, früher konnte ich schon mal mehr als 20 Stunden am Stück vor dem Rechner verbringen, später hat sich das ganze auf gesündere, aber immer noch exzessive Maße wie in etwa 10 bis 12 Stunden reduziert.
Irgendwann in der letzten Zeit ist mir aufgefallen, dass das Spielen von Computerspielen (wie ich sie spiele) eine gewisse strukturelle Ähnlichkeit zur Suche nach Beweisen hat. Die interessante Richtung dieses Vergleichs ist aber die andere, denn in der letzten Zeit arbeite ich mit einer bis dahin unbekannten Konzentration und Energie an meiner Projektarbeit und entdecke und beweise immer wieder mal ein Lemma. Dann finde ich einen Fehler in einem meiner Beweise, und plötzlich ist alles wie mit dem Babelfish-Rätsel im Hitchhiker-Textadventure: Nette Idee, da musst Du aber noch ein wenig mehr Hirn reinstecken.
Oder viel mehr. Egal, jedenfalls bearbeite ich den Krempel noch interessierter als damals die Mathe-Aufgaben im ersten Semester; ich bin schon gespannt, wann meine Trägheit zurück kommt. Und ob, muss ja nicht sein. Immerhin kann ich mir das hier nicht durch Cheats verderben oder zu einfach machen, das sollte der Lanzeitmotivation dienlich sein.
So wie damals mit Kult (“Chamber of the Sci-Mutant Priestess”), oh ja.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]