Gestern starb mein Linux. Also, wahrscheinlich schon vorgestern, aber aufgefallen ist mir das ganze erst gestern, als ich am PC an der Projektarbeit arbeiten und Anika das iBook für Crack Attack überlassen wollte (eigentlich ist ja der PC die fette Spielemaschine, aber der Stuhl ist bekanntermaßen nicht so bequem wie das Bett, und man ist ja Gentleman und so). Nun gut, jedenfalls verreckt das Mistteil konsequent beim Booten an der Stelle, an der es sich eigentlich die Root-Partition mounten und besteht auf deren Nicht-Existenz. Eigentlich würde ich ja auf eine kaputte Platte tippen, aber da sich das “apt für suse” vorgestern einen neuen Kernel gekrallt hat verdächtige ich den. Im Zweifelsfall soll’s bitte die Software sein, da kann ich notfalls einfach eine neue Installation drüberklatschen.
“Hoho”, sagen jetzt gewiss irgendwelche Lesende, “der Erdferkel, der ist so ein doofer Mac-Typie und weint jetzt, weil er immer noch kein Linux kann, zu blöd für ein einfaches apt upgrade, gell; klar, dass der sich sein Linux immer wieder zerschießt”, aber ganz so ist’s ja nicht. Immerhin hatte ich, wie ich bei solchen Gelegenheiten gerne betone, mein erstes Linux schon 1997, und dann auch noch ein Debian, bei dem man sich X erst mühsam erkämpfen musste, jaja (und das, obwohl ich zu der Zeit schon eine Freundin hatte, soviel zu den Klischees). Allerdings muss ich gestehen, dass ich den Führerschein fast genauso lange habe und immer noch nicht rückwärts einparken kann – dieser Vergleich passt ganz gut. Zu bequem, das ist wohl die treffendere Beschreibung. Aber normalerweise gehen meine Linuxe kaputt, weil ich beim Installieren von nutzlosem Mist eine entscheidende Grenze überschreite und irgendwelche Dissonanzen in die Packages bringe, nicht weil irgendein Kernel Ärger macht.
Zum Glück liegen alle wichtigen Sachen (auch) auf anderen Rechnern und alle weniger wichtigen Sachen auf anderen Partitionen, also ärger’ ich mich nicht weiter und behandle das ganze einfach nach der Windows-95-Methode, wie früher. Sonst versenke ich da noch Stunden von Denkarbeit und lerne am Ende noch was draus. Vielleicht starte ich vorher noch einen halbherzigen Versuch mit einer Rettungs-CD, vielleicht auch nicht. Mal sehen.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]