Zuerst vollkommen am Thema vorbei: Die Leute von Joey’s legen neuerdings Werbezettel der Fitcom bei; wenn ich nicht als Ausgleich für nicht-vorhandene Pepperoni-Salami noch einen unglaublich schokoladigen Schokoladenmuffin geschenkt bekommen hätte würde ich ihnen jetzt zürnen.
Andererseits muss ich noch einmal aus aktuellem Anlass in aller Entschiedenheit warnen: Wer von meinem Teller klaut kriegt Ärger. In der Mensa mag es ja noch angehen, jemand anders ein, zwei Pommes vom Teller zu mopsen; besonders wenn er seinen Platz verlässt und nicht weiter aufpasst. Wenn ich aber dabei bin, genussvoll einen Big Brauhaus Thai-Burger zu verzehren, werden sämtliche Störungen bestraft; zur Not auch mit brutalsten Gabelstichen, zur größten Not auch nachtragend und die Grenzen des Spaßes überschreitend.
Stellt Euch einfach vor, ihr würdet den Hulk beim Essen stören, genauso ist das bei mir. Ihr nervt, ich werde sauer, ihr seht mich mit freiem Oberkörper und leidet dann noch mehr. Am Ende sind wir alle traurig und es gibt nicht mehr Gewinner als bei einem globalen Atomkrieg, und das alles nur, weil Ihr Arschkrampen nicht die Finger von meinen Pommes lassen konntet.
Ich teile gerne meinen Alkohol, meinen Kaffee und meine Vorräte; aber was auf meinem Teller ist gehört mir und wird verteidigt. Zur Not, Prinz Humperdinck, bis zum Schmerz! (Ihr wisst schon, nicht Tod, sondern Leben zu meinen Bedingungen. Die Details kann man nachlesen.)
Hörbar und unaufhaltsam grausam zerstückelt die Kaffeemühle Bohne um Bohne (Tchibo, noch von vor der Erhöhung). Vor mir steht ein Kuchen, ein Geburtstagskuchen, der leider nicht für meinen Geburtstag bestimmt ist und deswegen nicht angerührt werden darf. Ich könnte ihn natürlich einfach wegfressen und dann einen Fress-Flash als lahme Entschuldigung anbringen. Der Gnom hätte dafür bestimmt Verständnis, aber nur bis ihm einfiele, dass ich ja gar nicht kiffe, und so weiter. Stattdessen kratze ich immer wieder ein wenig Zuckerguss vom Tisch; Zuckerguss mit Grenadine, der Kuche ist nämlich ein Vulkan.
Ansonsten herrscht Stille. Anika ist in einer Vorlesung, der Gnom schläft und der Noch-Mitbewohner war diese Nacht wieder bei seiner Freundin, allerdings nicht ohne vorher die Wäsche in der Waschmaschine zu vergessen. Zumindest glaube ich, dass er das war, vielleicht ist aber auch Gnomen-Wäsche, so genau weiß man das nicht ohne sich anstrengen zu müssen. Aber heute Abend, wenn der Noch-Mitbewohner von der Arbeit in Karlsruhe zurückkommt, wird die Wäsche bestimmt noch fast frisch sein. Wäsche ist da so ähnlich wie Pizza – einen Tag nach frisch ist sie noch okay, zur Not wärmt man sie halt auf.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]