Anika, der Gnom und ich stimmen überein: Batman Begins ist gut. Würden mir die beiden anderen da nicht zustimmen wäre diese Einschätzung mit Vorsicht zu genießen, immerhin finde ich auch die Serie aus den 60ern und den passenden Film gut – aber diesen Film hier ist, klar, anders gut und düster, ohne aber allzu kitschig zu sein. Klar, wenn ein Schauspieler bis auf die Kinnpartie komplett maskiert ist und trotzdem versucht, so etwas wie eine Mimik zun zeigen, muss er wohl zwangsläufig wenigstens ab und zu lächerlich wirken; aber nie so sehr, dass ich schmerzerfüllt zusammenzucken musste (das war zum Beispiel bei “Batman & Robin” so – schauderhafter Film).
Allerdings, wie kann ich bei diesem Film unbefangen bleiben? Batman kriegt ein echtes Ninja-Training und fährt einen Renn-Panzer, das muss ich doch gut finden. Und da sowohl Scarecrow als auch R’as al Ghul nicht fehlbesetzt wurden hat der Film all meine Erwartungen mehr als erfüllt, so dass ich zutiefst zufrieden bin. Gut, ein paar Sachen sind deutlich anders als im Comic, aber wer das merkt kann sich das als so eine Art Elseworlds-Sache wegerklären.
Beginnen wir mit einem Fobs-Zitat zur Einstimmung:
“Er spielt jetzt besser als ich. Er hat sich nämlich ein Schachbuch gekauft.”Ohne es zu merken habe sich in den letzten Jahren in meinen Regalen aus den verschiedensten Quellen Ratgeber zu den unterschiedlichsten Themen angesammelt. Sie versprechen Hilfe gegen Prüfungsangst oder Rat beim Schreiben erotischer Literatur, Anleitungen zum nachhaltigen Scheißen im Wald, leiten zu einem postmodernen Lebensstil an, lehren die “Geheimnisse” der Kabbala oder geben Hilfe bei der Planung einer akademischen Karriere nach dem Dr-Titel – und vieles mehr, jedenfalls, hier steht ein Haufen komischer Bücher rum, die neben ihrem Aufenthaltsort und ihrem Besitzer nur eines gemeinsam haben – ich habe sie nicht ganz gelesen, viele davon nur überflogen, und beherzigt werden sie erst recht nicht (abgesehen von den Ratschlägen für ein postmodernes Leben, klar).
“Hat er es denn auch gelesen?”
“Darauf kommt es nicht an.”
Aus gutem Grund, denn die meisten dieser Ratgeber brauche ich überhaupt nicht; als Beispiel sei nur genannt, dass ich nie mehr als ein paar Stunden im Wald bin, und auch wenn ich inzwischen einen Klappspaten besitze (war im Angebot bei Lidl) lege ich es nicht darauf an, ihn benutzen zu müssen. Aber das ist auch gut so, denn die Ratschläge aus den meisten dieser Bücher scheinen dubios oder banal zu sein, so dass ich mich glücklich schätze, nicht auf sie angewiesen zu sein.
Und gerade deshalb ist es irgendwie angenehm und beruhigend, diese wirre, nutzlose und immer mehr wachsende Mischung gut gemeinter Ratschläge in meiner Nähe zu wissen. Wahrscheinlich betrachte ich sie unterbewusst nicht als Bücher im eigentlichen Sinn, nicht als Datenträger für mehr oder weniger wertlose Informationen, sondern als abstrakte Symbole für… äh… irgendwelche Konzepte. So wie ich die satanischen Verse neben den Koran stelle und den Bakunin auf An End to Evil gelegt habe, bloß mit ganz anderen Hintergedanken.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]