Nachdem ich in den letzten Tagen immer wieder mal ein etwas planlos klingendes Maunzen gehört habe vermute ich, dass der verschwundene Kater sich wieder in der Nachbarschaft herumtreibt. Die Zettel hängen zwar immer noch in der Gegend rum, aber weil ich eine Schwäche für Happy Ends (und natürlich eine noch größere für Katzen) habe rede ich mir ein, dass der Kater sich ziemlich übel verlaufen hatte und jetzt wieder zu Hause ist. Mau.
Außer natürlich bei so Sachen wie der Twilight Zone, da bin ich mit einem Happy End gewöhnlich nicht zufrieden. Aber normalerweise kommen da auch keine Katzen vor.
Warum ich Subway trotz der lappigen Brote und all den anderen Nervigkeiten mag:
Jaja, Fastfood-Content, den mag die (blogmüde) Frau S. P. nicht, aber den gab’s hier schon länger nicht mehr. Neenee, die Burger-Werbung mit Paris Hilton zählt nicht, das ist Postmodernitätscontent und damit eine andere Kategorie.
Kaiserslautern muss man eigentlich verachten, selbst wenn man zu Tricks greift kommt man daran nicht vorbei. Auch wenn gewisse Leute glauben, das anders darstellen zu müssen (so von wegen WM 2006 und Fußball überhaupt, und außerdem – Wald! Und (immer noch) Fische, genau!) – Sumpf bleibt Sumpf, da kann man wenig dran ändern. Deswegen, ohne weitere Umschweife:


(Gefunden beim Großbloggbaumeister, der anscheinend selbst weit weg von hier noch immer nicht Verachtung durch Nostalgie ersetzt hat. Gut, gut.)
Relativierender Abschlussabsatz: Gut gelaunt kann sein kann man natürlich auch in und trotz Kaiserslautern, das liegt dann aber nicht an der Stadt.
Heute Morgen Post vom Springer-Verlag, dem wissenschaftlichen, also nicht dem berüchtigten. Jedenfalls:
We are very pleased to be the first to congratulate you on the electronic publication of your article “Unambiguous Morphic Images of Strings” published in “Lecture Notes in Computer Science”. If your institution has access to this journal, you may view your paper at: http://dx.doi.org/10.1007/11505877_22 (you may need to copy and paste the URL into your browser).Das heißt, wenn man das hier liest UND sich für so was interessiert UND einen Zugang zu SpringerLink hat, dann kann man jetzt das Paper lesen (ich berichtete). Es ist weit weniger formelig als Gödels Gottesbeweis, aber um’s von vorne nach hinten zu lesen braucht man wohl schon etwas Interesse und Ausdauer. Um die Beweise zu verstehen wohl etwas mehr, aber bei denen kann man uns auch einfach vertrauen. Immerhin sind wir zu dritt, und zwei von uns haben ihren zweiten Vornamen abgekürzt.We encourage you to forward this email to your co-authors and colleagues who may be interested in your work, in this topic, or in research being done in this area.
Ja, und wie war das noch? Wenn man einmal was außerhalb vom Eigenverlag veröffentlich hat ist man Schriftsteller bzw. Journalist oder so, oder? Respektive – in diesem Fall Wissenschaftler. Und das, wo ich gar keinen Kittel trage.
Im alten Blog habe ich vor einiger Zeit eine Death-Metal-Hymne auf Gödel verfasst. Wenn man keinen Hang zu Mathematik und ähnlichem hat muss man den nicht unbedingt kennen, aber man kann sich ja für einen groben Kontext merken, dass er die zweite Grundlagenkrise der Mathematik zu großen Teilen selbst verursacht (bzw. entdeckt) hat.
Allerdings hat Gödel noch anderes gemacht – zum einen ist er verhungert und gehört damit auf meine kleine aber kuriose Liste ungewöhnlich verstorbener Mathematiker1, zum anderen hat er gegen Ende seines Lebens noch einen Gottesbeweis (pdf) geschrieben; allerdings ohne ihn zu veröffentlichen. So oder so, der hier verlinkte Artikel ist eine schöne Zusammenfassung, beim ersten Drüberlesen finde ich aber schon einige Axiome eher dubios. Wenn man die ganzen Formeln eklig findet – kann ich verstehen, geht mir auch so, aber in dem Stil wird Logik heutzutage betrieben. Früher hat man solche Überlegungen weniger formelig, aber dafür um einiges abstruser ausgedrückt2. Fresion, meine Güte.
Selbst als interessierter Laie muss man sich aber nicht viel mehr merken als: Es gab da mal einen sauwichtigen Mathematiker namens Gödel, der später verrückt wurde und dann verhungert ist, nicht ohne aber irgendwo zwischen sauwichtig und verhungert einen formalen Gottesbeweis zu schreiben. Die interessante Frage ist vor allem, ob der Gottesbeweis zwischen sauwichtig und verrückt oder zwischen verrückt und verhungert gehört.[3]
Anika hat sich durchgesetzt, und deswegen gab’s heute statt des Hitchhikers die Sneak im Kino. Natürlich musste sie auch noch richtig Glück haben, es kam nämlich So was wie Liebe, diese Schmonzette mit Ashton Kutcher (mir doch egal) und Amanda Peet (hui). Ich fand das ganze wider erwarten nett, musste mich eigentlich nicht vor Schmerzen im Sessel winden und war danach ganz zufrieden und amüsiert.
Wobei sieben Jahre für eine Beziehungsanbahnung mit hin und her schon reichlich viel sind; aber durch diesen Online-Windelversand, der in einem Jahr 20 Millionen an Venture-Kapital verbrannt hat war ja genug Realismus in dem Film, um das auszugleichen. Die Typies von filmstarts.de mögen den Film zwar nicht besonders, aber ich glaube das liegt nur daran, dass sie eigentlich den Kutcher hassen. Bleibt abschließend nur noch eines zur nicht wahrgenommenen Option sagen:
Freddy: Das war schon schlimm; in dem Saal waren fast nur Informatiker, Mathematiker und E-Techniker.
Anika: Hab ich’s doch gewusst, ein Film für Kaputte!
Ich: Aber Du bist doch auch Informatikerin, bist Du dann nicht auch kaputt?
Anika: Nö, ich war ja auch nicht in dem komischen Film.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]