Sonne macht mich oft depressiv, noch öfter aber einfach nur übellaunig; doch gegen beides hilft es, irgendwelche Sachen zu kaufen. Deswegen:
Sehen Sie, meinte das Erdferkel, nur weil ich (noch) diesen HiWi-Job habe, bei dem man unter anderem Professoren hinterherlaufen muss, wenn sie wieder einmal vergessen haben, ihre Vorlesungen ins elektronische Vorlesungsverzeichnis einzutragen.
Normalerweise werden Erinnerungsmails ja nicht gelesen, aber vielleicht hilft das ja:
Drei Viertel aller Teilnehmer des 4. Kongress der Dominik-D.-F.-Forscher im Jahr 2133 waren sich einig, dass der im Folgenden zitierte Eintrag in sein elektronisches Tagebuch einen wichtigen Wendepunkt zum Guten markierte:
Wahrhaft schön ist es, eine mathematische Struktur oder ähnliches nach einem selbst benannt zu bekommen, so etwas wie abelsche Gruppen, Härder-Ringe, Turingmaschinen und so.Nahezu genauso nett ist ein eigener Satz, wie etwa der Satz von Pythagoras, einer der Sätze von Fermat oder Smullyans Doppelfixpunksatz; oder auch ein Lemma, wie zum Beispiel das Lemma von Zorn oder auch Levis Lemma.
Was ich aber bisher übersehen habe ist ein eigener Algorithmus, wie zum Beispiel der von Algorithmus von Knuth-Morris-Pratt, der von Dijkstra oder gar, oh größte Ehrfurcht, der von Makanin. (Vorsicht, .ps, groß)
Jetzt, wo ich herausgefunden habe, dass es Leute gibt, die Sachen, an denen ich (mehr oder weniger direkt arbeite) auch wirklich benutzen (wollen), ist mir klar geworden, dass ein eigener Algorithmus im Grunde fast erstrebenswerter ist, als ein eigener Satz. Schon alleine wegen der Vermittelbarkeit den Uninteressierten gegenüber.
Also, denn, ich will einen Algorithmus. Jetzt muss ich nur noch wissen, was er tun soll…
Now playing: Ilona & Tres Bien, Un monde parfait
Ich habe das schon lange nicht mehr erwähnt, aber nur, dass wir uns da einig sind:
Also, falls jemand eine übrig hat, wirklich, ich will sie noch; auch wenn ich nicht mehr so oft davon rede wie früher.
Lesenswert: d.l.g erfährt, wie man sich fühlt, wenn man kurz nach einem FCK-Spiel mit dem Auto von der Uni in die “Stadt” fahren will. Ich hätte gerne eine Quotenstraße für Fußballuninteressierte.
Samstag dachte ich noch, es wäre eine nette Idee, mir eine sprechende Star-Wars-Tasse (Variante Vader, nicht Yoda) zu kaufen. Die standen so harmlos im Karstadt rum und waren auch nur 2 Euro teurer als ihre schweigenden Geschwister. Schon auf dem Weg nach Hause geriet ich ein wenig ins Zweifeln, da die Tasse bei jedem zweiten Schritt rumnölte. “Impressive. ... Most impressive!”, “The force is with you, young Skywalker… but you’re not a Jedi yet!” und, besonders penetrant, die Titelmelodie.
Heute, beim ersten ausführlichen Frühstückstest, erlangte ich dann die Gewissheit – das Teil nervt, nervt mit einer ungeahnten Penetranz, so dass ich zwar wach, aber gleichzeitig auch ein Nervenbündel werde. Und das lang nicht am Kaffee, sondern an diesem unsäglichen Gedröhne bei jeder Tassenbewegung. Da das Nervmodul zwar einen überaus sensiblen optischen Sensor, aber keinen Ausschalter besitzt, musste ich bis nach der ersten Tasse warten, bis ich die Höllenmaschine entschärfen konnte.
Segensreiche Stille.
Ich werde diese Tasse in den Schrank stellen und ab und zu ahnungslosen Gästen unterschieben.
Die Kaffee-Trinker haben erfahren, was Sünde ist, und dieses Wissen wird sie nie mehr ganz verlassen.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]