In den Tiefen der Wikipedia entdeckte ich den (wie man durch google schnell herausfinden kann) uralten Cheeese Comparator. Gib Deinen Namen ein und wisse Deine Käsesorte. Monterrey Jack, Oszczypek, Bleasdale, Gruyere, King River Gold – keinen dieser Käse habe ich bisher bewusst probiert, doch eigentlich wollte ich das Ergebnis, das der anonyme Wikipedia-Typ hatte:
And then I entered the Twilight Zone. I was told that, in terms of cheese, I was an Adventure Seeker. Two paragraphs followed.Kurz darauf, dank Google, merkte ich, dass dieses Resultat gar nicht vom cheese comparator, sondern von einer anderen Seite kam. Da kriege ich aber, selbst bei unwahrsten zielorientierten Manipulationsantworten meinerseits, stets nur “The Family (Wo)Man” als Käse-Typ raus, dieser Test ist also leider irgendwie kaputt oder hasst meinen Browser oder so.
“You are apt to choose cheeses that dare to defy the limits, like spicy Jalapeño Jack, smoked Gouda or an intensely flavored Gorgonzola.”
And then in paragraph 2:
“Bold cheeses can be incorporated into any meal. For the thrillseeker in you, try topping thin ginger cookies with a spicy, piquant Gorgonzola or tangy blue cheese.”
Dafür haben sie ein paar interessante Rezepte, klar, Käse ist immer interessant. Darum lautet mein Haushaltstip für die kommende Woche auch folgendermaßen:
Wussten Sie, dass in der chinesischen Küche kaum Käse verwendet wird, weil die den alle nicht vertragen? Variieren sie doch klassische europäisierte chinesische Rezepte mit etwas Käse um so neuemultikulturellesynkretischepostmodernespannende Kombinationen zu erhalten!
Schlagzeile beim Heise-Nerdticker:
Dann, einen Absatz weiter, tauschte ich Vorfreude gegen Verständnis. Schade, schade, aber das war ja auch zu erwarten. Haltet die Wissenschaft nur auf, ihr prohibitierenden, kleingeistigen Politiker! Dann halt weiter Kaffee.
Endlich die allerletzte Prüfung erledigt zu haben schmeckt (zumindest mir) doch ziemlich wie exzessive Faulheit. Oh, bittersüße Dekadenz und Trägheit! Ich könnte natürlich Urlaub machen oder einfach nur einkaufen gehen, aber seit Montag bin ich so faul, dass selbst das Atmen fast zu anstrengend ist.
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen – jetzt sind alle ekligen Teile des Studiums erledigt und es bleiben nur die letzten Polituren an der Projektarbeit und, natürlich, die Diplomarbeit. Aber das macht Spaß, nicht wie die blöde Lernerei; jedoch muss das auch mindestens bis morgen oder gar bis nächste Woche warten. Denn heute, werte Leserschaft, heute bin ich, wie gesagt, einfach nur faul. Also, fauler als sonst, so richtig, richtig faul.
Jeder kennt ja Koans, diese in unserem Kulturkreis gemeinhin falschverstandenen Zen-Rätsel, deren Antworten (beziehungsweise Nicht-Antworten) zenbuddhistische Mönchslehrlinge auf dem Weg zur Erleuchtung lernen müssen. “Was ist der Klang einer klatschenden Hand”, “Wenn ein Baum im Wald umfällt”, altbekannt, viel zu oft parodiert und so weiter.
Ich habe, in dunklen Gebrauchtbuchquellen, ein Lösungsbuch für die gebräuchlichsten Koans aufgetrieben; Yoel Hoffmanns “Der Ton der einen Hand” (“The Sound of the One Hand”, 1975) in der deutschen Erstauflage von 1978, anscheinend eine Übersetzung eines japanischen Buches von 1916 mit dem Titel “Eine Kritik des heutigen Pseudo-Zen”, das angeblich in Japan beschimpft und unterdrückt wurde und unter schummeligen Zen-Schülern heiß begehrt sein soll – was, nach einem ersten Überfliegen, durchaus verständlich ist.
Was ist denn nun der Ton? Einfach: (ACHTUNG, SPOILER)
Gestern hatten der Gnom und ich wieder einmal eine dieser Amerikanismusdiskussionen, dabei musste ich (natürlich) einen meiner Lieblingssätze anbrigen:
Ein Land, in dem es zwanzig verschiedene Sorten Pringles gibt, kann nicht durch und durch schlecht sein.
Oh, und sie denken schon darüber nach, personalisierte, bedruckte Chips zu verkaufen. Ach, welch grausame Versuchung! Welch geniale Gelegenheit, blödeste Idee auf Kartoffelchips unterzubringen und sich mit geringem Anspruch kreativ zu betätigen. Zum Beispiel so, auf zwölf Chips:
Kannst / Du / diese / Nachricht / lesen / hast / Du / zu / viel / Chips / gefres(s)en / Burma Shave!
Wenn man sich Mühe gibt kann man bestimmt noch weit schlimmeres fabrizieren; allerdings fürchte ich, dass man wohl wirklich auswandern muss, um in den Genuss dieses Angebots zu kommen. Falls sie es denn je einführen werden, aber bis dahin gibt es ja die unpersönliche Variante. Also, falls jemand ein Geschenk für mich sucht…
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]