Trotz anders lautender Gerüchte wurde Halloween nicht vor wenigen tausend Jahren von den Kelten, sondern vor vielen tausend Jahren von den Ägyptern (bekannt durch die Pyramiden, den Nil und die darin angebauten Nilpferde) erfunden. Damals nannten sie das Fest Hal Al Ho’wen (oder Chal Al Cho’wen); eine genaue Übersetzung dieses Begriffs konnte bisher noch nicht gefunden werden. Mutmaßlich geht es jedoch darum, anderen willkürlich Angst einzuflößen, um so die Ehrfurcht vor den Göttern, insbesondere Seth (unter anderem Gottheit des Chaos) zu vergrößern.
Auch damals zog man sich komisch an, stellte Kerzen in ausgehöhlte Kohlköpfe (der Kürbis wurde erst viel später aus Ostchina importiert und war bis zu Beginn des 13. Jahrhunderts in Europa und dem Nahen Osten unbekannt), schlug wahllos Leute zusammen, raubte diese aus und brachte einen großen Teil der Beute Seth persönlich als Opfer dar. Daher stammt auch der bekannte Ausruf “Trick or treat!”, der sich aus dem urtümlichen “Die for Set!” (Seth auf Englisch ohne h) entwickelt haben könnte. Im Zuge der Begeisterung für alles Ägyptische wurde dieser alte Brauch zu Beginn des 20. Jahrhunderts von amerikanischen Intellektuellen wiederbelebt und popularisiert; aufgrund biblizistischer Vorbehalte gegen Seth, die noch aus der Schmutzkampagne am Ende der 21. Dynastie (gegen 650 v.Chr.) stammten, konnte sich der Seth-Bezug jedoch nicht lange halten und wurde so gegen keltisierende Irland-Referenzen ausgetauscht.
Seitdem hat sich Halloween zum neben dem Coca Cola, dem Coca-Cola-Weihnachtsmann und Britney Spears erfolgreichsten Kulturexport der USA entwickelt; nur wenige Leute stellen sich noch gegen diesen Feiertag. Seth hingegen ist in Vergessenheit geraten, der ursprüngliche Charakter von Halloween wurde vom Sand der Geschichte zugeweht.
Lustige Randnotiz: Unter den Ägyptologen setzt sich mehr und mehr die Auffassung durch, dass Seth in den üblichen Darstellungen nicht etwa einen Esels-, sondern einen Erdferkel-Kopf trägt. Betet zu Seth, opfert dem Erdferkel!
Sicherheitshinweis: Der oben verlinkte Wikipedia-Artikel enthält die Passage
Schließlich tötet Seth Apophis und rettet damit den Tag.Dies ist keine missglückte Übersetzung von “Set [..] saves the day!”, sondern Teil einer längeren Erzählung, in der Seth die Sonne rettet! Aufpassen!
You scored as Existentialist. Existentialism emphasizes human capability. There is no greater power interfering with life and thus it is up to us to make things happen. Sometimes considered a negative and depressing world view, your optimism towards human accomplishment is immense. Mankind is condemned to be free and must accept the responsibility.
Existentialist
75% Postmodernist
63% Cultural Creative
50% Materialist
44% Modernist
38% Romanticist
38% Idealist
31% Fundamentalist
31%
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Ja, sorry, schon wieder Schweigen hier. Als Erklärung führe ich diverse notwendige, anstrengende Tätigkeiten, eine fiese Erkältung und den aus den damit verbundenen Burnout an; an Civ 4, das ich dem geplagten Einräumer im Mediamarkt am Mittwoch aus der Hand riss, liegt es gar nicht mal. Ab nächster Woche sollte es aber wieder besser werden.
Anika meint, dass ich unbedingt darauf hinweisen soll, dass man in Japan inzwischen offizielle Hello-Kitty-Hochzeiten buchen kann. Man könnte meinen, dass wir das von Boing Boing erfahren haben, aber diesmal war das Fernsehen schneller. Soviel also zur Blogosphäre, ach! Früher hat man solche Sachen ja zuerst in Blogs und dann im TV gesehen, wie zum Beispiel die Sache mit dem Hemdenfalttrick, aber das ist ja alles nicht mehr das, was es mal war. Bitterer Sieg der alten Medien und so.
Aber bevor sich jemand Sorgen macht: Ich werde nicht so bald heiraten, und selbst wenn, was ich nicht einen Moment lang glaube, ich oder ein großer Teil von mir heiraten würde, dann würde mein Empire von jenseits des Meeres, bewaffnet und bewacht von der britischen Flotte… ach, nein, es wäre dann halt einfach keine Hello-Kitty-Hochzeit. Man muss ja nicht jeden Scheiß mitmachen, nicht wahr?
Wirklich priviliegiert zu sein bedeutet in meinen Augen unter anderem, dass man nach Lust und Laune Leute und Firmen (zum Beispiel Apple, wegen ihrer unverschämten Garantiekostenverlagerungspolitik) verklagen kann, ohne sich Gedanken um die Details oder gar die Finanzierung machen zu müssen. Da schweinereich zu werden in meinem Fall auf absehbare Zeit eher eine unwahrscheinliche Option ist, ärgerte ich mich eine Zeit lang, dass ich keinen Anwalt als besten Freund habe, denn der könnte dann als Freundschaftsdienst all jene, die mich verärgern, verfolgen und in Grund und Boden klagen.
Irgendwann, als ich gerade eine geistige Liste der zu Verklagenden aufzustellen begann, erschien mir diese Lösung doch etwas unglaubwürdig. Auch Freundschaft hat gewisse Grenzen, und meinen besten Anwaltsfreund die ganze Zeit kostenlos arbeiten zu lassen, das geht doch nicht. Stattdessen sollte ich einem Spitzenanwalt mit einer großen Kanzlei das Leben (und das seiner Familie, bis in die dritte Folgegeneration) retten, so dass er aus Dankbarkeit all meine Feinde verklagen würde, wohlwissend, dass dies selbst in Jahrzehnten nur einen Bruchteil seiner Ehrenschuld bei mir tilgen kann.
Aber irgendwie ist das auch eher unwahrscheinlich und konstruiert, deswegen denke ich zur Zeit über eine andere Lösung nach. Schweigende Massen, ist Gehirnwäsche wirklich so leicht, wie es in manchen Kaltkriegsfilmen dargestellt wird? Oh, bittersüße Möglichkeiten! “Des Waldes Dunkel zieht mich an, doch muß zu meinem Wort ich stehn und Meilen gehn bevor ich schlafen kann, und Meilen gehn bevor ich schlafen kann.” Und dann klagen sie, klagen, bis alles in Schutt und Asche liegt! Klagt, meine Kreaturen, klagt! KLAGT!
Jäh trifft mich der Realismus, das gnadenlose Jetzt und Hier; und ich beschließe, das Telefonat mit dem erbarmungswürdigen Handlanger der Servicehotline abzuwarten. Trotzdem, schon jetzt hat Apple bei mir an Sympathie verloren. Doch das erzähle ich ihnen nicht, denn meinen Zorn lasse ich wachsen, gieße ihn mit meinen Ängsten und Tränen, bis sich Apple an dem so heranwachsenden Apfel selbst vergiftet. Meine Name ist Erdferkel, seht meine Werke, oh Ihr Mächtigen, und verzweifelt!
Der Rest ist Schweigen.
Schweigen, und ein knapper Verweis auf Blakes Tiger, denn in meiner Banausenhaftigkeit bringt mich der “eye/symmetry” Reim stets zum Schmunzeln. Damit wurde auf vier englischsprachige Gedichte, ein Schauspiel und einen Film verwiesen und dem Bildungsauftrag genug nachgekommen.
Man kann ja von Alkohol denken was man will, aber meiner Meinung nach übertreibt Froogle (man beachte die Klammern):

Wobei, wenn man darüber nachdenkt, vielleicht stimmt es doch. Damit steht also fest: Wenn der Großteil der Menschheit von der Vogelgrippe dahingerafft wurde, wenn unsere Straßen und Einkaufsmeilen leer und ausgestorben sind und sich die wenigen Überlebenden sich nicht mehr vor die Türe trauen, wenn Zombies Mutanten Grippevögel durch die Straßen streifen, dann werde ich, eingeschlossen in meinem Zimmer, von meinem Notvorrat an Gin und Wodka leben. “Nein”, werden manche rufen, “nicht Gin ist ein Nahrungsmittel, sondern Bier!”; andere werden (wie mein Vater gelegentlich, nur um mich zu ärgern) den ollen Hogarth zitieren (zwei Links); ich aber sage Euch: Mal sehen, wer von uns am Ende der Zivilisation wie wir sie kennen (apropos) glücklicher sein wird! Beste Grüße, Erdferkel. Unter 10% fangen wir hier nämlich gar nicht erst an.
Die Zeit gibt Ratschläge und Antworten zur Vogelgrippen-Panik, darunter auch den folgenden:
Stimmt es, dass sich Gesundheitsexperten, Politiker sowie ranghohe Persönlichkeiten mir ihren eigenen Tamiflu-Vorräten versorgt haben? Nach welchen Kriterien sollen die Medikamente im Falle einer Pandemie verteilt werden?
Die letzten 15 Kühlschränke von Politikern und Ärzten, in die unsere Redaktion geguckt hat, waren leer. [..]
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]