Der Gnom hat es in seinem Gnomenblog ja schon mal nebenbei angedeutet, doch nun muss ich es selbst gestehen: Ich bin in die düsteren Fänge der Kaffeesirupbanden geraten. Mit einem nebenbei gekauften Vanille-Sirup fing es an, denn etwas Vanille im Kaffee mag doch wirklich jeder, und außerdem kann man den auch in die Cola kippen und sich so Vanille-Afri-Cola, Vanille-Pepsi und noch mehr mischen; vor kurzem griff ich dann zu Lebkuchen-Sirup (wegen Gingerbread Coffee, und sowieso) und nun sichte ich schon die Listen von dubiosen Anbietern wie Monin und schlimmeren. Google, Froogle, ebay, diverse Händler; Vergleiche von Preisen und Sortiment, ach! Unzählige Beschaffungsvarianten auf der einen Seite, auf der anderen locken Geschmackrichtungen wie Holunderblüte, Rose, Praline, Ingwer-Paprika oder gar Zitronentorte und Toasted Marshmallow.
Wie schon gesagt, nicht nur im Kaffee, auch in der Cola; doch ich mag ja auch die verhasste, verschriene Vanilla- wie auch Cherry-Cola, ebenso unheilige Mischungen der beiden in verschiedenen Verhältnissen. Auch wenn gewisse E2-Snobs voll von Verachtung auf diese hinabsehen, ich mag das Zeug.
Nur eine Warnung stehe hier am Schluss: Spart Euch die Lebkuchen-Cola, denn die finde selbst ich eklig. Meidet sie; berichtet mir lieber, wie Zitronentorten-Cola schmeckt. Auf, auf!
Rize ist ein seltsamer Film. Eine untertitelte Dokumentation über tanzende Clowns im Ghetto von L.A.; Clowngruppen, die Jugendlichen eine Alternative zu dem wohlbekannten Ghetto-Gang-Leben bieten und auch auf Kindergeburtstagen auftreten. Hauptperson der Doku war Tommy the Clown, der stets mit einer Regenbogen-Afro-Perücke auftritt und die ganze Clowning-Bewegung ins Leben gerufen hat. Irgendwann hat sich aus dem Clowning dann noch Krumping entwickelt, wo die Leute tanzen, als ob sie irgendwelche Loas rufen wollen (auf den Voodoo-Aspekt wird, ach, ganz und gar nicht eingegangen), und sich selbst ernst nehmen. Zumindest tun sie so.
Irgendwann gibt es dann auch einen Kampftanzkampf im Battledome, Clowner gegen Krumper, so von wegen Stolz und so. Die Sympathien liegen natürlich bei den Clowns, imemrhin sind die absichtlich albern; doch deren Sieg wird durch die Ghettoigkeit des Ghettos getrübt. Nicht, dass da Clowns schießen oder erschossen würden, erschossen (und auch noch grundlos) wird nur eine Nebenfigur, aber Tragik lauert in jedem vorbeifahrenden Auto.
Am Ende erinnere ich mich noch an geballte Ghetto-Milieu-Studien, einen Haufen Clowns, die riefenstahlesken Szenen wie sie auf dem Poster zu sehen sind, und den bekloppten Sargverkäufer. Und dass der Film, auch wenn er mich nicht gelangweilt hat, doch keine 2 Stunden, sondern nur 86 Minuten gedauert hat und anscheinend wirklich nicht erfunden wurde.
Tanzende Ghetto-Clowns, meine Fresse. Ich bin beeindruckt.
Hui, wie schnell die zeit vergeht… Also, schweigende Massen, verzeiht die lange unentschuldigte Abwesenheit (die Schweigenden anschweigen, sozusagen); aber die letzten Tage vergingen allzu schnell mit Gebastele am prosaischen, also formellosen, Teil der Projektarbeit und dem damit verbundenen Schwund kreativen Dranges, dem Einlesen in die Diplomarbeitsthemen und diversen Sumpfereien unterschiedlichster Art. Ich war sogar zweimal bei meinen Eltern zu Besuch, fürwahr! So schwindet die Zeit dahin, und schon ist es DezemOktober.
Stürme zerreissen die Lüfte, hach, Regen regnet, so muss es sein. Ich bin zufrieden.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]