Also, mein Vater hat bei dieser Seite eine Privatvorstellung von Wächter der Nacht gewonnen und diese noblerweise mir überlassen. Ein Saal, nur für mich und “bis zu 50 Freunde”. Als wir uns dann gestern vor dem Kino versammelten war ich ein wenig besorgt – natürlich hatte kaum einer so richtig zugesagt, außerdem liefen sie alle wie Horden von Horden hin und her, so dass ich nie so richtig wusste, wie viele Leute denn nun wirklich da waren. Später, beim Einlass, als der Kino-Chef durchzählte, wusste ich dann endlich bescheid: Es waren genau 491.
Über den Film selbst muss man nicht viel sagen – reichlich wirr, stellenweise unfreiwillig komisch (dann aber sehr) und irgendwie unbefriedigend. An vielen Stellen hatte ich das Gefühl, dass sie viel zu viel Buch für die zwei Stunden Film hatten und deswegen die Handlung brutal zusammenpressen mussten. Das Ende hingegen (soweit man beim ersten Teil einer Trilogie von so etwas sprechen kann) verdient einen Preis für die wirrste Star-Wars-Variation des Jahrzehnts, das lief nämlich ungefähr so:
“Er ist Dein Vater, Yegor!”Aber unterhaltsam war’s schon, und eine Privatvorstellung an sich ist schon eine feine Sache. Dank meinem Vater!
“Obi wan sagt, Du wolltest mich umbringen!”
“Stimmt gar nicht!”
“Doch, wir haben das schriftlich.”
“Öh!”
“Dann werde ich jetzt böse!”
Trotzdem bin ich froh (und da muss ich Bennys Witz ein zweites Mal stehlen), dass ich mir den Film einmal mit 50 Leuten und nicht 50 mal alleine ansehen musste. Einmal war genau genug. Danke, liebe Freunde und Begleitpersonen!
Ich hatte gestern auf der Autofahrt eine Idee. Auf der Erde landen außerirdische Riesen-Croutons, die ein intuitives Verständnis für Arithmetik, höhere Mathematik etc. besitzen und deswegen die Hyper-Raumfahrt entwickeln konnten, ohne jemals formale Mathematik erfunden zu haben. Tatsächlich haben sie nie Naturwissenschaft nach unserer Definition betrieben, stattdessen sind sie subjektivistische Postmodernisten und richten sich vor allem nach ihrer Intuition. Die Geschichte soll das Aufeinanderprallen der beiden Kulturen thematisieren.
Zuerst dachte ich ja, dass es Croissants sein sollten, aber Croutons sind irgendwie seriöser. Wer nimmt schon ein Croissant ernst? Ich weiß noch nicht, wie man diese leere Hülle am besten mit Leben füllen könnte, wahrscheinlich passt das alles am besten als Hintergrund eines größeren Werks, womöglich als Erklärung einer Zukunft, in der die Croutoniden die Realität vollkommen subjektivisiert und verbogen haben (sie fliegen nämlich durch das All und befreien andere von den Fesseln der Objektivität) und die Menschen sich mit der absoluten Wirrnis abfinden müssen.
Ach, dieser Eintrag dient vor allem dazu, zu testen, ob dieser Eintrag hier wirklich erst um 3:33 erscheint. Na, nun, eine interessante Idee ist es trotzdem.
Gnom! c.fe! Jetzt habt ihr’s geschafft, ihr werdet hier erwähnt. Reichlich dreist, in einer Übungsaufgabe das Blog des Hiwis zu zitieren, um nicht explizit werden zu müsen. Wer rechnet denn mit sowas?
Der folgende alberne Test ist ein guter alberner Test, denn immerhin kommt auf Anhieb ein genehmes Ergebnis raus. Eccete:
You scored as Method Actor. You think that gaming is a form of creative expression. You may view rules as, at best, a necessary evil, preferring sessions where the dice never come out of the bag. You enjoy situations that test or deepen your character’s personality traits.
Law's Game Style created with QuizFarm.com |
Eine knappe Erklärung der Typen findet sich hier, auch mit Links für weitere Informationen. Als Anhänger des Turku Stils des Rollenspiels kann ich mit diesem Ergebnis gut leben, auch wenn der Storytelling-Anteil ein wenig zu groß ist. Turku! Turku! Turku!
Natürlich hatte die gelegentlich barkeepende Chemikerin auf der Party gestern unrecht – “geschüttelt, nicht gerührt” ist kein Übersetzungsfehler, sondern auch im originalsprachigen Bond genau so. Kann man nachlesen, nachhören oder einfach nebenbei bei dem guten alten Cecil sehen. Ein Artikel, der sich auch aus anderen Gründen lohnt – ich wusste bisher nicht, dass es sich auszahlt, Wodka Martini zu schütteln, immerhin ist das beim richtigen Martini ein böser Fauxpas, was ich Euch schweigenden Massen natürlich nicht erklären muss. Lehrreich, lehrreich.
Nebenbei hat sich der andere Ex-Senator (der eine bin, natürlich, ich) als abscheuliche Gestalt geoutet, als er mir von “Martini, also, pur, ohne Gin oder Wodka” vorschwärmte. Ja, klar, der Wermut kann von Martini sein, aber den trinkt man doch nicht pur. Ach, seltsame Leute, allesamt.
Heute, da bin ich mir sicher, heute werde ich mal zuviel Schokoladenmousse auf eine Party mitbringen. Ich wurde zwar gebeten, zu beachten, dass mehr Leute als sonst anwesend sein würden, schließen seien es drei Geburtstage auf einmal, aber den zwölf Litern werden sie nicht gewachsen sein. Und immerhin sind es nicht 12 Liter normale Schokoladenmousse, sondern 12 Liter meiner aufgebohrten, doppelplusschokoladigen Mousse. Doppel-plus-Mousse, diesmal sogar mit Sahne und noch mehr Schokoladensplittern.
Eigentlich wollte ich statt der zwei Schüsseln drei zubereiten, die hätte ich dann Athos, Porthos und Aramousse (die drei Mousseketiere, gell) genannt; aber dann hätte ich noch einen D’Artagnan dazu packen müssen – und vier Schüsseln sind nur unhandlich zu transportieren. Allerdings, vielleicht kommt wirklich alles weg, immerhin werden viele Mathematiker und vor allem Mathematikerinnen anwesend sein, da ist erfahrungsgemäß der Schokoladenkonsum höher.
Weitere Wortspiele zum Thema Mousse bleiben als Übung den Lesenden überlassen; ich denke da an Sachen wie Mousse-kelspiele, mousse-ikalisch und Aus-mousse-terungsbescheid. Jetzt mousse ich denn zum Städtlerand hinaus, gute Nacht!
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]