Nun, was gibt es am Montag in der Mensa? Auf der Ausgabe 1 “Gegrilltes Putenbrustfilet mit Rahmsoße (4), Reis und Salat”, am Wok “Frisches Gemüse mit Schweinefleisch “Szechuan Art” (4), Basmati-Duftreis”, an der Grilltheke “Pfälzer Saumagen (S) mit Sauerkraut und Bauernbrot”; soweit ganz nett und nichts zu klagen, aber die wahre Besonderheit gibt es an der Ausgabe 2 (früher “grüne Mensa”):
Übrigens findet man zur Zeit bei der Google Bildersuche zum Begriff eklig auf Platz 1 das Mensaburgerbild, das ich damals von Kalles inzwischen verstorbener Seite gestohlen habe. Ruhm und Ehre dem Mensaburger!
Bei der Katze gefunden: What kind of villain are you?
You are a Major Wannabe Villain!Passt wohl, leider. Die Frisur fast auch. Apropos, Evil Genius und so, kürzlich habe ich anderenorts einen Hinweis auf ein Buch mit Bauanleitungen für Laser, EMP-Generatoren und anderen Unfug entdeckt und das Teil gleich mal (gebraucht und aus den USA) bestellt. Zittert, Zweifler, zittert!
A villain of the “not quite competent” variety, your crazy schemes usually result in annoying others rather than achieving world domination. In fact, if it weren’t for sidekicks and henchmen you’d have trouble taking candy from a baby. Your half-baked approach to ruling the world is doomed to fail and often results in blue skin. Learning to focus could be the key to your success.Famous Wannabe Villain: Dr. Drakken
Das hier dürfte nur wenige interessieren, macht aber nichts, jedenfalls: Das längst vergriffene Combinatorial Algorithms for Computers and Calculators von Nijenhuis und Wilf gibt’s da online. Sieht zwar ziemlich altertümlich aus (alleine schon durch den pre FORTRAN-66-Code), die Algorithmen sind aber durchaus nützlich (für solche wie mich). Gestern habe ich zum Beispiel den hier in mein Diplomarbeitsdatensammelhilfsskript1 eingebaut; echte Männer lesen anstelle der Beschreibung die FORTRAN-Variante auf der nächsten Seite und freut sich über die GO TOs.
1 In Python. Ich mag Python, gerade für schnell runtergeschriebene Programme, immerhin ist es Lisp ähnlich genug (sagt auch Norvig, dessen Buch mir zwar wissenschaftlich nichts, wohl aber programmiertechnisch einiges genutzt hat), und noch dazu auf allen Rechnern, an denen ich arbeite, installiert. Hätten Nijenhuis und Wilf ihren Code doch nur in Python geschrieben, ach, ich hätte eine halbe Stunde weniger gebraucht. Bestimmt!
Werte schweigende Massen, ich fühle mich verfolgt, und wenn nicht verfolgt, dann zumindest koinzidenziert. Am Freitag las ich nebenbei etwas über lucid dreaming und beschloss, demnächst darüber zu bloggen. Dann aber kam mir der plomplom-Christian zuvor und hat all die Links verbraten, die ich auch verplant hatte. Und dann stoße ich heute auf diesen Artikel (über den hier, offensichtlich also abgesehen von der Quelle ohne Zusammenhang). Ein Zeichen, ein Zeichen! Schnell, auf das Notebook geblickt, Schriftzug gemerkt, weggeguckt, wieder ein Blick zurück – gleicher Schriftzug, ich träume wahrscheinlich nicht.
Kann man natürlich nie genau wissen (Descartes! Descartes! Überhaupt ist das nur ein hinreichendes Kriterium für Wachheit, immerhin passiert es mir oft, dass ein Satz beim zweiten Lesen ganz anders lautet. Ich sag da nur Barbossa-Bäckerei), aber definitiv ein Anreiz das ganze mal auszuprobieren; ganz hedonistisch, denn praktischen Nutzen hat das für mich keinen. Ich habe zwar mal im Traum Beweise gefunden und nach dem Aufwachen sofort aufgeschrieben, allerdings scheint die Mathematik der Traumwelt auf einem komplett unverständlichen Axiomensystem zu beruhen. Was auch Sinn macht, denn die Gedichte, die mir im Halbschlaf einfallen, sind bei Tag betrachtet hässliche Schweineraben, die man besser nicht aufgeschrieben hätte, wie soll das dann erst mit Traumbeweisen klappen?
Bekanntermaßen ist die TU Kaiserslautern eine arme Uni, eine kleine noch dazu; tatsächlich ist sie so arm und klein, dass sie sich keinen richtigen BWL-Studiengang leisten kann, und sich stattdessen (seit 25 Jahren) mit dem Hybridstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen begnügen muss1. Wer die unglaublichen Anforderungen dieses Studiengangs übersteht ist in einer technischen Disziplin sowie den Wirtschaftswissenschaften außerordentlich gut ausgebildet und damit für eine Rolle als übertoller Chef prädestiniert, zumindest hat mir das mal jemand so erklärt. Natürlich sind die Studenten der entsprechenden technischen Fächer ziemlich neidisch auf ihre zukünftigen Chefs, und da das häufigste technische Fach Maschinenbau ist sind die Reibereien zwischen Maschinenbauern und WIs besonders groß. Da die beiden Fachschaften auch noch die größten Feten veranstalten sind die jeweiligen Plakate und Maskottchen gute Ziele, so dass sich im Lauf der Jahre eine mehr oder weniger peinliche Tradition gelegentlicher Albernheiten herausgebildet hat.
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Um das aktuelle Plakat (links) der WiWis zu verstehen muss man noch zwei Dinge wissen. Der Eisbär ist das Maskottchen der WiWi-Fete “Polarnacht”, das Moorhuhn ist kein solches, sondern das “Maschhuhn” und Maskottchen der MV-Fete Maschfasch. Trotz der schlechten Qualität des Bildes kann man die wichtigen Punkte hoffentlich erkennen. Nun hat sich aber tatsächlich jemand die Mühe gemacht und ungefähr die Hälfte der ausgehängten Plakate von Hand umgestaltet, das Resultat ist rechts zu sehen. Als ich gestern stichprobenweise ein Paar Leute drauf ansprach hatte das kaum einer bemerkt — ob das bedeutet, dass die Umgestaltung besonders gelungen oder eher missglückt ist, sei jedem selbst überlassen.
Auf der Seite der Maschinenbauer findet sich übrigens eine größere, schönere Version des Bildes (außerdem distanzieren sie sich); außerdem haben die WiWis ein Forum mit ein paar unspektakulären Reaktionen.
All diese Ereignisse sind natürlich nur ein Schatten der alten Tage, als vor ca. vier Jahren Maschinenbauer und WiWis zufällig zur gleichen Zeit eine Glühweinwanderung mit ihren Erstsemestern unternahmen, sich am Humbergturm trafen, die Maschinenbauer den Wiwis die Fackeln klauten und sie “Schmeißt die WiWis vom Humbergturm” singend davon abhielten, ein Feuerwerk vom Turm aus zu betrachten. Ich war zwar nicht dabei, dafür habe ich die Beschwerde des WI-Vertreters mitanhören dürfen, was einer der lustigsten Momente meiner Gremienzeit war2.
1 Seit einiger Zeit haben sie auch das Ungetüm “BWL mit technischer Qualifikation”, aber was soll man zu einem Studiengang sagen, dessen Studenten sogar von den WIs für doof gehalten werden? Besser nichts.
2 Seit damals stimmen die Fachschaften ihre Erstsemesteraktionen untereinander ab, was fast immer klappt. Nur einmal gab es später noch Probleme, die auf ihrem Höhepunkt im Blockadeplan P gipfelten, dessen volles Ausmaß ich irgendwann anders hier erklären werde.
Gestern Abend erfuhr ich nebenbei, dass wohl jemand unseren Restmüllcontainer angezündet hatte. Es war nun gewiss kein kleiner Container (der Gnom sprach von 1200 Litern, was nicht unplausibel klingt), und noch dazu war er reichlich gefüllt (angemessen, denn immerhin wartete er am Straßenrand auf seine Leerung), aber trotz seiner Größe brannte er bis auf die Bodenplatte nieder, an der noch ein verformter Stumpf einer Plastikwand hochragte. Der Müll verklumpte sich zu einer schwarzen Masse, einige Gegenstände ragten heraus, und all das sah schon ziemlich beeindruckend aus.
Leider, schweigende Massen, leider wollte ich gestern wegen der Dunkelheit kein Foto mehr machen und beschloss, auf das Tageslicht zu warten. Ich konnte ja nicht ahnen, dass die Müllabfuhr in Kaiserslautern so schnell den Schmodder beseitigt und einen neuen Container in unseren Hof stellt. Glücklicherweise hat wenigstens der Gnom die Chance genutzt, leider lebt der optisch noch im Analogzeitalter und muss den Film erst mal entwickeln lassen und dann noch scannen. Also erst mal nix mit Dirt Picture Contest Kaiserslautern. Mist.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]