Neben euren von mir bereits belächelten Flashmöbbchen habt ihr, Echtheit des Kommentators vorausgesetzt, hiermit vielleicht endlich bald die meines Wissens nach erste Kaiserslauterer Blog-Klage. Gibt Elthnithihl nach, wir er zum Märtyrer der Meinungsfreiheit oder ist der Kommentar doch nur ein Scherz eines Bekannten oder Unbekannten, gar eine Posse von Elthnithihl selbst?
Möglicherweise werden wir es nie erfahren, doch eines ist gewiss — bei Euch im kalten Deutschland kommt die Blogosphäre so langsam richtig ins Rollen. Oder so.
Da ich nur an der Uni Internet habe und dort, auch dank der Busse, zur Zeit eher unflexibel bin, schreibe ich meine Artikel in Zukunft in meiner Wohnung und poste sie dann in einer willkürlichen, nicht unbedingt chronologischen Reihenfolge.
Als erste Seite nach mehrtägiger Internet-Abstinenz, als erste Seite von Spanien aus, wünscht man sich nicht gerade eine Nachricht über den Tod von Stanislaw Lem. Gleich darauf wurde ich von der von Lem im verlinkten Artikel erwähnten informatischen Sintflut erschlagen; in Feedreader und Postfächern hatte sich in der kurzen Zeit eine Bazillion an Banalitäten angesammelt, in der gewiss die eine oder andere wichtige Nachricht untergegangen ist.
Während man in Kaiserslautern provinztypisch gewissen in echten Städten längst vergangenen Trends hinterherjagt (wie hieß der andere Hype von damals nochmal, Bluetoothing?) ist meine neue Uni super-aktuell und hat sich bereits eine Katz-Domain gekrallt, die mir in Kürze zu einer top-level-katzigen email-Adresse verhelfen wird. Findige Geister mögen sich ausmalen, was eine URV-Katze ist; bessere Erklärungen als “Ultra-Radiation-Viech” können in den Kommentaren hinterlassen werden.
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Bald geht es ab nach Spanien Katalonien, und wieder einmal gibt es einen vorbereitenden Telepolis-Artikel:
Eine .cat-Domain… miau. Auf nach Katzalonien!
Und in einer Woche gibt es wieder richtige Artikel; wenn die Diplomarbeit fertig ist.
Man verzeihe mir meine Unkreativität, aber am Freitag der nächsten Woche werde ich meine Diplomarbeit abgeben. Müssen1.
Trotzdem muss ich nebenbei darauf hinweisen, dass Harrison Ford (mit Bart!) doch ziemlich cool zu sein scheint, zumindest in diesem Auftritt bei Conan O’Brien, der erst ein reichliches interessantes Gespräch führt und ihn dann ziemlich genau zur siebten Minute auf das bekanntermaßen schreckliche Star Wars Weihnachtsspecial anspricht, das man (oh Schreck) in seiner ganzen furchterregenden Länge da ansehen kann. Zumindest scheint es das ganze zu sein, aber sicher bin ich mir da nicht, denn einmal ansehen ist genug. Zu viel. Wobei, vielleicht sollte ich es mir mal ansehen, ohne unter der vereinten Macht von zu wenig Schlaf wegen Fear and Loathing in Las Vegas am Vorabend in einem Stück durch gelesen haben und zwei Kannen grünen Tees zu stehen.
Der Bohlen-Film, den ich am Sonntag in der Wiederholung gesehen habe, ist übrigens einfach nur schlecht. Nicht “charmant schrottig schlecht” wie der Küblböck-Film, nicht “Erdferkels Nervensystem zersetzend schlecht” wie Praxis Dr. Hasenbein, nein, einfach nur öde und doof; so lähmend doof, dass mir nicht einmal die wenigen Lieder auf die Nerven gegangen sind.
Sollte jemand das Holiday Special wirklich noch nicht kennen, es sehen wollen und damit bis zu diesem Absatz gewartet haben, so will ich neben eine vorsichtige Warnung noch einen Hinweis stellen: Nur die ersten 20 Minuten bestehen aus Wookie-Gegrunze, danach gibt es auch “Handlung”.
All diese Links via diesen MetaFilter-Artikel (enthält viele, viele weitere passende Links), der mich nicht nur von meiner Arbeit abgelenkt, sondern auch alte Wunden aufgerissen hat. Aber der Harrison-Ford-Film reisst das wieder raus; zumindest den Teil mit den Wunden.
1 Wobei das ein faktisches Müssen ist, kein juristisches. Offiziell habe ich noch bis Juli Zeit, aber da ich am 26. (in knapp 3 Wochen) nach Spanien abreise, am 27. mit den Vorlesungen im Promotionsstudiengang anfange und bis Mitte Mai alle Unterlagen zusammen haben muss, habe ich da nicht viel Spielraum. Ach! Dafür haben sie heute in Tarragona ca. 22° gehabt, hier aber nur 2°. Will ich nur mal erwähnt haben.
Dort findet sich ein nette Kritik über die sogenannten Wirtschaftswissenschaften, die man sich zumindest als schnellen en-passant-Seitenhieb für zukünftige Diskussionen merken und in die Bookmarks werfen kann:
Although they were nearly unanimous about the relative superiority of their profession, only 9 percent of the respondents were convinced that economists agree on fundamental issues.(via 3quarksdaily) Apropos! Wirtschaftswissenschaftler, Softwareingenieure, Frickelei, DFKI — das DFKI hat eine neue Zweigstelle bekommen, und keiner hier hat’s gemerkt1. Im Gegensatz zu ihren hiesigen Kollegen werden dort nicht einfach die Roboter anderer samt Software gekauft, sondern alles selbst gemacht, zum Beispiel eine geländegängige Laufmaschine. Die Blogger-Bild schreibt dazu2 (Hervorherbung von mir):And they are right. Economists today are still grappling with basic questions for which they have no answers.
Sie könnte Gesteinsproben entnehmen und so wichtige Erkenntnisse zur Entwicklung ferner Planeten liefern. “Aramies soll eines Tages in der Lage sein, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten“, sagt Kirchner3.Um Herrn Kirchner böswillig die Worte zu verdrehen — an Wissenschaftlichkeit stellen viele keine hohen Ansprüche; manchmal mag es ja schon reichen, ein Shell-Skript zu schreiben, und immerhin gibt es sogar hier Leute, die sich nicht scheuen, an einer gewissen dubiosen Konferenz teilzunehmen.
1 Wird das den Gut-Böse-Saarbrücken-Kaiserslautern-Dualismus aufbrechen? Wahrscheinlich nicht.
2 Zumindest sagt er das laut Blogger-Bild. Aber wer traut denen schon?
3 Das ist, natürlich, nicht unser Kirchner. Der arme ist oft genug umgezogen.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]