Einen bizarren Weihnachtsbrauch der Gegend hier habe ich schon vor einem Jahr erwähnt, aber es gibt noch mehr: Der Tió de Nadal ist ein freundlich herausgeputztes Stück Holz, das man täglich prügelt, damit es Süßigkeiten scheißt. Dazu singt man Lieder, deren Inhalt sich grob als “Scheiß, Baumstamm, scheiß!” zusammenfassen lässt.
Wie ein anonymer, angeblich einheimischer, Kommentator auf der zum Artikel gehörenden Diskussionsseite anmerkt:
I’ve seen the article and it’s really correct. The ‘tio’ and the ‘caganer’ were ancient traditions here, some people says from the celtics and ibers. Its a pity, but, that only this escatological traditions were allowed by Franco and others opressors of Catalan’s culture, surely knowing the negative factor that can it be. Its a pity that in nowadays in Spanish televisions only speak about Catalan’s traditions when time of ‘Caganers’ or ‘Caga tio’, and not when time of ‘Castellers’ (human castles), ‘correfocs’ (a race of men and devils, with fire and dragons, more ancient than christianism), Sant Joan (when all towns have fires and party on the beach or in the middle of the town), etc… It’s only another attempt to eliminate catalan culture. Well, here in Catalonia we know were is the war.Wenn der Autor vielleicht kein Katalane ist, dann imitiert er das Original doch reichlich überzeugend, denn solche Sachen kriegt man hier öfters zu hören—wenn man einen Einheimischen findet, mit dem man sich unterhalten kann, denn Englisch sprechen die meisten nicht. Abschließend meint er dann noch:
If anybody want to see more catalonian tradition (and women, the most beautiful, of course) come here.Das mit den Traditionen stimmt und ist ganz nett, doch auch wenn ich vergeben bin, kann ich die andere Hälfte der Behauptung guten Gewissens bestenfalls als hemmungslose Übertreibung oder vielleicht auch Ironie bezeichnen. Nee, Junge, echt nicht. Mal ganz abgesehen davon, dass die meisten hier schreckliche Vokuhilas, gelegentlich auch mal Rattenschwänze, tragen, was selbst mir unangenehm auffällt.
Die reguläre Blogtätigkeit wird in Kürze wieder aufgenommen; Email- und Kommentarbeantwortung etc. erfolgen ebenfalls bald.
Ja, Mist, schon wieder mehr als zwei Wochen rum, und immer noch nix geschrieben. Wiederaufnahme der regulären Blogtätigkeit sowie Email- und Kommentarbeantwortung in Kürze. Aber eines muss vorher noch gesagt werden:
Als ich Ende März hierher nach Spanien kam, hatte ich (was Unterhaltung betrifft) ein einziges Buch im Gepäck, den neusten Vonnegut. Das war zwar nett (auch wenn er sich inzwischen zu wiederholen scheint, als geübter Leser weiß man, wofür die Alamo-Typies starben und so, aber in dem Alter ist das erlaubt), aber hält nicht lange, und nach gut zwei Stunden war das Buch auch ausgelesen.
Vonnegut taugt nix fürs Fluggepäck, jedenfalls nicht, wenn man nicht so bald zurückfliegt und auf sein Gewicht achten muss. Gepäckgewicht, meine ich.
Im September, bei der Anreise fürs zweite Promotionssemester, war ich dann schlauer: Pynchon bringt weit mehr Lesezeit pro Seite, und dicker sind die Bücher sowieso; und da die wenigstens Leute in meinem weiteren Bekanntenkreis den kennen wird man nicht einmal für einen affektierten Angeber gehalten, wenn man davon erzählt. Und erfrischend schwurbelig schreibt er auch.
Allerdings, und darum geht es eigentlich: Gerade hat er (nach vielen Jahren) wieder ein Buch rausgebracht, und dass die meisten Kritiker es nicht mögen heißt ja erstmal nix. Aber dass gerade die Blogger-Bild verteidigend einschreitet, das verunsichert mich doch. Hm.
Übrigens fand ich das StudiVZ schon doof, als die meisten von Euch da noch nicht mal angemeldet waren.
Haha:
(via)
If I were a Springer-Verlag Graduate Text in Mathematics, I would be Kenneth Ireland and Michael Rosen’s A Classical Introduction to Modern Number Theory.
Bridging the gap between elementary number theory and the systematic study of advanced topics, I am a well-developed and accessible text that requires only a familiarity with basic abstract algebra. Historical developement is stressed throughout, along with wide-ranging coverage of significant results with comparitively elementary proofs, some of them new. An extensive bibliography and many challenging exercises are also included. I have been corrected and contain two new chapters which provide a complete proof of the Mordel-Weil theorem for elliptic curves over the rational numbers, and an overview of recent progress on the arithmetic of elliptic curves.
Which Springer GTM would you be? The Springer GTM Test
Zahlentheorie rockt ja sowieso. Klar, sonst hätte ich mir das damals auch nicht als Nebenfach ausgesucht.
Und, apropos, für Leute, die den Text ganz gelesen und nicht nur auf das Bild und die Überschrift geguckt haben: Ich habe sogar mal eine Vorlesung zu elliptischen Kurven und deren Anwendung in der Kryptographie gehört, freiwillig, freitags um acht Uhr morgens, ohne mir dafür einen Nachweis zu holen oder eine Prüfung zu machen. Einfach nur zum Spaß. Ich Mutant, ich.
Reguläre Blogtätigkeit sowie Kommentar- und Emailbeantwortung in Kürze…
Abteilung Mechamilitariapornographie, jugendfrei: American troops deploy from their wheeled APC upon discovery of this immense combat mecha of unknown origins in the deserts of Iraq. Further investigation showed it had been abandoned some time in the distant past, and that its likely origin was the depths of space. Who built it and why is still unknown, with none of the extraterrestrials currently living on Earth professing any knowledge of such a vehicle or even it likely creator.
Eine Übersicht über alle Maschinen gibt es dort. Auf die Seite aufmerksam wurde ich durch den Überschweren Kampfschreitpanzer, der zutiefst non-sequiturisch einen Artikel bei Lemonodor einleitet; und überhaupt finde ich die Bildunterschriften größtenteils fast interessanter als die eigentlichen Bilder.
Manchmal wünsche ich mir doch, ich hätte früher die Zeit und Energie aufgebracht, Photoshop zu meistern; jetzt müsste ich viel zu viele Pflichten vernachlässigen und würde mich irgendwie schuldig fühlen. Apropos: Ausstehende Mails und Kommentare werden demnächst beantwortet.
Nebenbei, und auch zum Thema passend, möchte ich auf die südkoreanischen Killerroboter hinweisen, die angeblich demnächst die Spannungen an der entsprechenden Grenze abbauen sollen (via). Ein wenig fällt ja schon auf, dass die Roboter anscheinend Menschen und Bäume unterscheiden können, von einer Unterscheidung von “Freund” und “Feind” ist in den Artikeln aber nicht die Rede. Vor einiger Zeit habe ich ja gerade wegen der Schwierigkeit dieser Unterscheidung noch entschieden die These vertreten, dass in den nächsten 15 Jahren keine Kampfroboter eingesetz würden; inzwischen glaube ich aber, diese Fragestellung aus der Sicht der Zielgruppe (haha, Wortspiel) gar nicht so wichtig ist. “Baum/kein Baum” genügt den Militärs wahrscheinlich völlig.
Wer dem Link folgt kann sich auch ein Werbevideo ansehen, ds selbst für Robotikverhältnisse doch arg gestellt und uninformativ wirkt; dafür ballert der Roboter aber viel in der Gegend rum. Trotz allem bleibt ein Nachgeschmack von Zweifel—ist das echt, oder nur ein Scherz?
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]