Vor drei Wochen (ich glaube, es war vor drei Wochen, ich könnte mich auch irren und bin zu faul, nachzurechnen; darauf kommt es ja auch gar nicht an, also: kürzlich) war ich wieder einmal krank, und Krankheiten schlagen bei mir immer sofort auf’s Hirn. Oder, um es netter auszudrücken, zumindest auf die Konzentration — eine stärkere Erkältung und ich kann nicht mehr richtig denken, zumindest nicht so, wie ich es für Beweise brauche. Jedenfalls konnte ich so das ganze Wochenende über nicht arbeiten, wodurch ich ohne schlechtes Gewissen (unter anderem) endlich zwei Staffeln euer Dr. Who und (besonders verspätet) The Big Lebowski sehen konnte, zu diesem Zeitpunkt noch peinliche Lücken in meiner popkulturellen Bildung. Welch praktischer Anlass, welch gute Idee!
Ach, ich wäre gerne ein Time Lord, doch schon vom Akzent her reicht es allenfalls zum Nihilisten (harmlos!), denn “Lots of planets have a Germany” ist natürlich grober Unfug. Oh, den walisischen Akzent finde ich übrigens sehr nett, auch deswegen ein besonderes Hoch auf Torchwood! Weiterhin stelle ich fest, dass es zwar viele tolle Jacks geben mag, aber nur einer sieht selbst mit Hosenträgern noch gut aus. Also, offizielle Mitteilung, neuer coolster Jack ist nicht mehr Stiles, sondern Harkness, was auch passt, da ersterer für mich eh eher ein Brisco oder Elvis und in der Rolle oberobskur ist (die Frage “Wozu die doofen Cybermen, wenn man Daleks hat?” beantwortet sich übrigens dadurch (0:33-1:02 kann man übersrpringen)).
Aber, Lebowski! Einen Teppich wollte ich mir übrigens sowieso kaufen, aber der Kahlua fehlte mir. Nun kriegt man den hier in relativ wenigen Geschäften (und mein Stadtteil ist arm an Läden), aber da ich sowieso immer wieder in der Delikatessenabteilung von Kaufhof und Karstadt vorbeikomme (denn da gibt es Poptarts und Blauschimmelkäsesalatsauce) war das auch kein wirkliches Problem.
Im Kaufhof fand ich dann zwar trotz längeren Herumirrens keinen Kahlua, wohl aber Grey Goose Vodka. Eigentlich habe ich noch immer viel zu viel Alkohol, wann sollte ich den auch trinken, aber in Spanien hatte ich mir vorgenommen, nach Ergattern eines Stipendiums eine Flasche für besondere Anlässe zu kaufen, und da meine Mitarbeiterstelle besser bezahlt wird konnte ich ja jetzt schwer widerstehen. Kurz darauf half mir auch ein Verkäufer den Kahlua zu finden, und als er mir die Flasche reichte fiel sein Blick auf den Wodka Einkaufskorb. “Entschuldigen Sie”, meinte er vorsichtig, “aber das muss ich Sie doch fragen. Wollen Sie den Kahlua mischen?”
“Sicher doch,” meinte ich, und ich sah wie er anfing zu zittern, “aber doch nicht mit diesem Wodka. Den trinke ich pur, wenn auch nicht auf einmal.” Da war er dann doch beruhigt, und er entschuldigte sich sogar für die Frage, die aber doch irgendwie nahe gelegen hatte.
Und tatsächlich, das ist schon ein toller Wodka, aber aus offensichtlichen Gründen spare ich mir den wirklich für besondere Gelegenheiten auf. Andererseits, werte Leserschaft, ist ein Besuch alter Freunde mit Sinn für guten Alkohol natürlich schon etwas Besonderes…
Oh, und der Tote in der einen Folge von Torchwood hatte den bekloppten Frosch als Klingelton.
Die meisten Dr. Who-Begriffe finden sich in der englischsprachigen Wikipedia; ich habe die aber bewusst nicht verlinkt, da ich mich beim Zusammensuchen der Links wieder in der knapp vierzigjährigen Seriengeschichte festgelesen hätte.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]