Kennt wahrscheinlich schon jeder, aber für mich war es noch neu:
Alles, was man über den Singularitismus wissen muss, gesungen (via Dresden Codak).
Ich habe jetzt auch mal meine Erdős-Zahl abgeschätzt und komme auf höchstens sieben und mindestens fünf, wobei alle Anzeichen sehr, sehr stark auf die sieben deuten. Das ist für mein Gebiet ein wenig ungewöhnlich, denn da haben die meisten Leute (auch aus meiner Generation) eher eins oder zwei; und somit steht fest, dass ich (meinen Verbleib in der Wissenschaft vorausgesetzt) früher oder später auf zwei bis drei absinken sollte. Das ist zwar alles überhaupt nicht wichtig, aber doch eine ganz niedliche Spielerei, und alleine die doch recht geringe Distanz zum grandiosen Erdős erfüllt mich mit einem strahlend warmen Gefühl der Zeitverschwedung.
Niedrige Erdős-Zahlen kann man recht leicht kriegen, und wenn man nicht-wissenschaftliche Veröffentlichungen mitzählt (meinetwegen als schwache Erdős-Zahl), vielleicht sogar Spiele, dann hat fast jeder Autor von Magic the Gathering1 eine von drei oder vier — denn Richard Garfield war Doktorand vom (beachtlichen) Herbert Wilf, bevor er (nach seiner Promotion, soviel Zeit muss sein) durch Sammelkarten reich wurde.
Wo wir gerade bei Bekanntschaftsgraphen sind: Meine Distanz zu Hitler ist maximal drei, schon weil Speer jr. in Kaiserslautern Professor war. Das gilt daher auch für sehr viele andere meiner Bekannten; und während sich künftige Generationen mit einer Distanz von vier begnügen müssen, bestand vor zehn Jahren noch eine realistische Chance auf die Zwei. Wenn man das denn wollte.
1Ein Kartenspiel, bei dem man ein geflügeltes Nilpferd beschwören kann, das grüne Nilpferde produziert, was nett ist, aber eigentlich will ich lieber ein blaues als viele grüne, aber Hauptsache kein blaues Nashorn (“Danke, Powerade.”). Spiel ich auch schon seit ca. zehn Jahren nicht mehr, wie doch die Zeit vergeht.
Ich habe mich ja vor langer, langer Zeit mal darüber lustig gemacht, dass sich in der Wikipedia Einträge wie der da finden — das war natürlich ein nichtüberdentellerandsehistisches Vorurteil, denn es mag ja wirklich Leute geben, die nicht wissen, was ein Wurstbrot ist, und für lokalere Gerichte gilt das ebenso oder noch mehr. Saumagen, zum Beispiel; dort leider ohne Bild, was eine gute Chance verschenkt, gegen das verbreitete Vorurteil anzugehen, dass Saumagen eklig (oder zumindest ekliger als Wurst) ist.
Jedenfalls konnte ich dank Wikipedia herausfinden, was Poutine ist, und mich (dank Bild!) gleich überzeugen, dass diese schon recht eklig aussieht, zumindest ekliger als Saumagen. Allerdings schmeckt sie so, wie man sich das vorstellt, und beweist eine meiner Regeln für gutes Essen — “Alles, was wert ist, gekocht zu werden, kann noch ein wenig mehr Käse vertragen”. Denn Käse hält die Welt zusammen.
Gut, es ist vielleicht ein wenig übertrieben, die Herstellung einer einfachen Poutine als “Kochen” zu bezeichnen; dazu ist das dann doch zu einfach. Anschließend mehr Cheddar draufzuwerfen ist hingegen das Werk eines Meisterkochs.
| | | | Back to top
Design by Andreas Viklund | Serendipity Template by Carl
Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]