Ich habe in den letzten Nächten weder gut, noch lange geschlafen; und immer, wenn ich zu wenig Schlaf bekomme, kleben den ganzen Tag Fetzen von Musik als Ohrwürmer am Rande meines Gedächtnisses. Zur Zeit verfolgen mich, dank Dr. Who, vor allem Voodoo Child (Rogue Trader) und I can’t decide (Scissor Sisters). Die beiden Links enthalten kleine Spoiler für das Ende von Staffel 3, die man aber ohne Kenntnis der letzten zwei Folgen sowieso nicht einsortieren kann.
Für Leute, die die Serie nicht kennen und sich fragen, ob der, der zur Musik rumhüpft, vielleicht ein wenig bekloppt ist verweise ich bejahend auf jenen Clip; ein gewisses Maß an Übertreibung (wie beispielsweise Reisen ins Jahr “five billion and fifty three”) gehört dazu. Und wo wir gerade dabei sind, mir gefällt, wie der Doktor dort einen bekannten Begriff umdefiniert. Muss ich mirmerken. Martha und Jack (der Jack) beschweren sich an der Stelle übrigens über seinen bemerkenswerten Verschleiss an Begleiterinnen (s.a. dort). Übrigens, Fanmusikvideos auf YouTube zu stellen ist ja ganz niedlich und im Fall von Jack Harkness besonders angebracht, aber könnten die Ersteller bitte mal andere Lieder als “Captain Jack” nehmen und auf das Zeigen von Schienen (von wegen “railway track”) verzichten? Wäre nett.
Dann gibt es allerdings noch drei eher zeitlose Ohrwürmer, die mich schon seit Jahren verfolgen und anscheinend nicht mehr verschwinden wollen. Der in meinem Schädel seltenste der drei ist wahrscheinlich auch der bekannteste, und gleichzeitig reichlich peinlich, nämlich die deutsche Titelmelodie der Gummibärenbande. Viele kennen die Serie noch, aber nur wenige wissen, dass sich im Lauf der Folgen eine beachtliche übergreifende Handlung entwickelt und auch kuriose Theorien inspiriert hat.
Öfter, viel öfter, verfolgt mich die Titelmelodie von Planescape Torment (Nr. 01 dort, überhaupt sind auch viele der anderen Lieder oft gehirnpräsent). Es ist übrigens nett, dass ich Vor- wie auch Abspann immer noch sehen kann, ohne peinlich berührt zu gucken; im Gegensatz dazu hat sich zum Beispiel der Abspann von Might and Magic V nicht gerade gut gehalten (damals fand ich den sehr beeindruckend, noch einige Jahre später tauchte er immer wieder mal auf Top-Listen für beste Abspänne auf, aber das ist lange her). Das Intro vom Might and Magic IV (bes. ab 0:53) und mehr noch der kombinierten Schluss der beiden brachten mich schon mit 13 zum Augenrollen. Gerade letzterer ist überaus peinlich: Der Prinz schiebt sein Szepter in die Kiste der Prinzessin um die Welten zu vereinen, dann gibt es ein Feuerwerk. Oh-kay…
Der dritte und ultimative Ohrwurm, der seit Jahren steinhart festklebt, stammt ebenfalls aus einem Spiel und sei nur verlinkt (mp3, 1,8Mb), doch nicht benannt. Wer ihn erkennt, der möge den anderen den Ratespaß nicht verderben. Allen anderen (wenn es sie denn kümmert) als dritter Tip: Besagtes Spiel verhält sich zu einem Typen, der nach einer Fahrradschaltung benannt wurde, wie Planescape Torment zu einem fliegenden Schädel.
Und wo ich eh gerade so viele Links auf YouTube gesetzt habe, sei noch auf den rappenden Dr. Drakken hingewiesen, im Original und übersetzt. Die Übersetzung ist ganz gut gelungen (auf Deutsch wirkt Drakken noch erbärmlicher), aber das Original gewinnt schon durch die beiden Zeilen mit dem Reim Shego/ego.
Und nun zurück in die Beweisminen, die Ernte des Tages wurde noch nicht aus dem Gestein geschlagen.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]