Vor ein paar Tagen sah ich in meinem Aldi eine wohl japanische Kleinstfamilie (i.e, ein Paar mit Kleinkind) vor einer der Tiefkühlfamilien stehen, in diese blicken und lachen. Später stellte ich dann fest, dass es sich um die Truhe mit den Asia Snack Spezialitäten hielt, Reste eines kaum gekauften kürzlichen Angebots der Woche. An Tagen wie diesen hätte ich dann doch gerne mehrere Jahre lang Japanisch gelernt, und nicht nur nach drei mal anderthalb Stunden den Kurs abgebrochen.
Damals kam mir Spanien dazwischen — da der Beginn dort feststand, musste ich meine Diplomarbeit unter Zeitdruck fertigstellen, und dazu noch einen Anfängerkurs Japanisch zu belegen war mir doch zu krass. Übrigens, unter den Mitteilnehmern war auch einer, der offen zugab, wegen seiner Neigung zu Animes den Kurs belegt zu haben. Ein anderer gab an, von der japanischen Kultur begeistert zu sein; wahrscheinlich war das ein Euphemismus dafür, dass er auch Anime-Fan war. Aber ich will da gar nicht urteilen, es gibt schlechtere Gründe eine Sprache zu lernen; und eher als ich haben sie den Kurs damals gewiss nicht abgebrochen. Wahrscheinlich ist es auch hilfreich, eine bessere Motivation zu haben, als einfach nur eine krasse andere Sprache lernen zu wollen; und bestimmt hätte ich mir eine bessere Zeit als die Endphase meines Studiums aussuchen können. Die Schulzeit, zum Beispiel.
Aber hinterher ist man immer klüger, und meistens bereue, bedauere oder hasse ich sowieso die Dinge, die ich nicht getan oder nicht fertig gemacht habe, viel mehr, als die, die ich getan habe. Aber bei Sprachen kann man das ja irgendwann nachholen (Zeit, Konzentration und Willen vorausgesetzt), bei anderen Sachen ist das ja leider nicht so.
Was mal erwähnt werden sollte:
Denn gerade als die Geschehnisse rund um Patrice E. Lumumba weltweites Aufsehen erregten, wurde dieses Getränk in Mitteleuropa sehr populär. Alleine aufgrund der Tatsache, dass das Getränk braun ist, wurde der schwarze Politiker unfreiwillig zum Namensgeber. Während Lumumba in Afrika litt und starb vergnügte sich Europa mit Alkohol und machte sich durch den Namen des Kakaogetränkes indirekt über die schwarzafrikanische Bevölkerung lustig.Gefunden bei einer kurzen Recherche zum Pharisäer, den ich kürzlich versehentlich zubereitet habe, wie mir meine hilfreichen Kommentatoren erklärten.
Unter all meinen Gläsern, die ja schon in der ersten Kistenladung mit mir in die neue Wohnung zogen, fand sich auch ein Irish-Coffee-Glas, letzter Überlebender aus einem Set von zweien; doch der passende Brenner steht noch bei meinen Eltern, eingelagert aufgrund der Zeit in Rattagona.
Dennoch, erfüllt von Nostalgie beschloss ich gestern Abend vor dem Einschlafen noch einen Irish Coffee zu trinken. Sahne war da, Kaffee und Zucker sowieso, den Brenner improvisierte ich mit einem Teelicht. Oh, unbequemes und umständliches Teelicht, doch ich kam zurecht und schmorte Zuckeralkpamp, dabei verrußte ich das Glas nur wenig…
Während ich dann den Kaffee in das Glas goss fiel mir auf, dass ich versehentlich statt Whiskey Rum genommen hatte. Was soll man dazu sagen?
Komplett unabhängig davon bin ich doch ein wenig stolz auf unsere Medien — anscheinend haben die alle darauf verzichtet, in auch nur einen einzigen Artikel zu der Sache in Mügeln einen albernen Reim auf “Prügeln” einzubauen — trotz Sommerloch! Oder ist das inzwischen schon wieder vorbei, so dass journalistische Standards wieder wichtiger werden?
Seit spätestens 1998 total out und uninspiriert: Gleich nach dem Abi aus der Provinz nach Berlin ziehen, so von wegen Kultur und so. Extra unshmoov: Dann auch noch irgendwas mit Medien machen (wollen).
Etwas origineller, aber deswegen nicht unbedingt gut: Visionäre Brezelrezepte erfinden und sich bis zum Durchbruch mit T-Shirt-Designs über Wasser halten. Daheim ausziehen sollte man aber trotzdem.
...die Uni hat auch eine Beachbar mitten auf dem Campus, in der (unter anderem) Bionade verkauft wird. Hipness ahoi! Und in den Cafeterien verkaufen sie Bagel und knusprige belegte Riesenbrötchen, da kann man sich nicht beschweren.
Falls jemand aus Kaiserslautern jetzt denkt, ich hätte mit “diese Uni” die gute alte TU KL gemeint: Tut mir leid. Keine Beachbar, nur selten Bagels und kein kostenloses Obst zum Brötchen — hart ist das Leben bei Euch in der Provinz. Jetzt müsste ich nur noch Zeit und passendes Wetter haben, um diese vortreffliche Infrastruktur meiner Beinaheeliteuni ausnutzen zu können und am Ende gar so etwas wie den “Bockenheimer Bagel- und Beachbarbionade-Beweis” zu finden. Das wäre was!
Ich habe am Wochenende auf Leitern stehend Lampen und Aussenstrahler ausgewechselt, auf einem Dachboden Kisten durchwühlt und die nächste Phase des Einrichtens eingeleitet, und nun ist die in diesen Tagen vernachlässigte Arbeit nachzuholen. Dennoch will ich hier nicht wieder alles verweisen lassen, deswegen schafe ich dem Fredmaehn nach. Kommentare werde ich auch irgendwann beantworten, lauscht bis dahin meiner Pizza:
What Your Pizza Reveals |
![]() There are no limits to your eating. You often devour the scraps your friends can’t finish. You consider pizza to be bread… very good bread. You fit in best in the Midwest part of the US. Your taste is rather complex and sophisticated. You consider yourself a gourmet – and a bit of a snob. You are dominant, edgy, and risk taking with your choices. You are adventurous and independent. You should consider traveling to Thailand. The stereotype that best fits you is emo. You think you’re special… and you kind of are. |
Zur Überschrift: Im alten, vorrollenspielerischen Sinn waren -mantien Arten der Weissagung; so befragte man bei der Nekromantie die Toten (und wartete gewöhnlich ein wenig länger auf eine Antwort), blickte bei der Pyromantie ins Feuer bis man die Zukunft sah und ließ bei der Tyromantie Käse gerinnen und sich von den entstehenden Strukturen inspirieren. Inzwischen werden diese Begriffe vor allem in Spielen und erweitert gebraucht, Nekromantie steht gewöhnlich für das Beschwören und Kontrollieren von Untoten, Pyromantie für das Werfen von Feuerbällen und -säulen, und Tyromantie wird gewöhnlich totgeschwiegen, da die Autoren alberner Fantasyspiele ihre Werke nicht allzu offensichtlich albern wirken lassen wollen, denn Nerds reagieren auf so etwas gewöhnlich eher unerfreut.
Während die deutsche Wikipedia sich ganz und gar nicht mit Tyromantie beschäftigt hat die englische wenigstens eine einzige Zeile zu bieten; weniger als zu jedem beliebigen Pokémon! Nicht einmal dafür taugt die.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]