The cake is a lie. Auch ich habe inzwischen Portal gespielt, und ich kann allen raten, das auch zu tun. Ein andersartiges Spielprinzip, eine dichte Atmosphäre mit Tupfern schrägen Humors, und dann noch so herrlich kurz, dass es einen nicht lange von der Arbeit abhält — zumindest für mich eine grandiose Kombination. Und was für eine Atmosphäre das ist!
“The symptoms most commonly produced by Enrichment Center testing are superstition, perceiving inanimate objects as alive, and hallucinations. The Enrichment Center reminds you that the weighted companion cube will never threaten to stab you and, in fact, cannot speak.”
“The Enrichment Center is required to remind you that you will be baked, and then there will be cake.”
“There was even going to be a party for you. A big party that all your friends were invited to. I invited your best friend the companion cube. Of course, he couldn’t come because you murdered him. All your other friends couldn’t come either because you don’t have any other friends because of how unlikable you are.”
Anyway this cake is great
It’s so delicious and moist
Look at me still talking when there’s science to do
When I look out there it makes me GLaD I’m not you
I’ve experiments to run, there is research to be done,
Wolframs Kopfgeld erwähnte ich ja bereits, und da selbst im Heise-Nerd-Ticker1 darüber berichtet wurde, dürfte inzwischen jede mitbekommen haben, dass dieser Preis errungen wurde.
Auch wenn das Resultat weder die Welt, noch unser Verständnis von Berechenbarkeit verändern wird: Respekt, Alex Smith, Respekt. Und auch wenn Wolfram mit dem Geld gewiss auch Werbung für sein Weltbild machen wollte, kenne ich nur zu gut das Gefühl, dass man so lange erfolglos und leidenschaftlich mit einem Problem gekämpft hat, dass man durchaus zahlen würde, um die Lösung zu erfahren. Computerspielende sollten das verstehen, denn nicht umsonst lohnt es sich anscheinend immer noch, Lösungsbücher und Strategy Guides zu verkaufen.
Andere sehen das ähnlich, sind aber leider weit weniger reich als Wolfram. So gibt es zum Beispiel 100$ für jedes von Curries Problemen zur Vermeidbarkeit von Pattern, die es aber allesamt in sich haben. Die geneigte Leserin möge sich bitte besonders dem zweiten dieser Probleme zuwenden, denn das interessiert mich besonders, auch weil eine ähnliche Frage zu den losen Fäden meiner Diplomarbeit gehört.
Allerdings haben sich daran schon viele die Zähne ausgebissen, so dass sich vielleicht eher ein Blick auf die acht offenen Probleme zu konjunktiven und Boolschen Grammatiken (mehr Details dort) von Alexander Ochotin lohnt, und das nicht nur, weil ich ihm schon vor langem versprochen habe, dafür Werbung zu machen. Tatsächlich sind seine Fragestellungen nicht nur elegant, sondern sogar überwiegend unmittelbar praxisnah und potentiell für Compilerbauer interessant.
Alexander bietet für jedes Problem 240 kanadische Dollar (und eine Urkunde, sowie für jede Dame eine Blume), und auch wenn seine Fragen wahrscheinlich leichter sein dürften als die von Currie, so sollte man sich auch hier auf einiges an Arbeit gefasst machen.
Jedenfalls, falls das mit der Wissenschaft nicht klappen sollte, dann werde ich halt Milliardär und fördere andere, die das besser können und meine Fragen beantworten. Das ist dann auch wohltätig und der karmische Ausgleich für die Klagen, mit denen ich missliebige Gestalten überanwalten werde.
1. Bei wissenschaftlichen Themen ist das Kommentariat des Nerd-Tickers gewöhnlich besonders deprimierend2, sogar, wenn es um sowas untheoretisches wie Robotik geht (bei jenem Artikel fiel mir das zum ersten Mal auf). Man beachte auch den sympathischen jungen Mann am rechten Rand des im Artikel gezeigten Bildes, der elegant die Wand überschreitet. Fünf Jahre ist das inzwischen her, wie die Zeit vergeht.
2. Schlimmer sind sie nur in Frauenfragen.
Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen hinterher; klar, den Satz kennt man gewöhnlich, zum Beispiel vom Schulhof oder so. Ähnlich, aber zumindest außerhalb des englischen Sprachraums fast nur Linguisten, Infotikern und ähnlichen Gestalten bekannt, ist das deutlich elegantere
Buffalo buffalo Buffalo buffalo buffalo buffalo Buffalo buffalo,dessen Erklärung und Analyse ich lieber gleich an den ungewohnt guten Wikipedia-Artikel delegiere. Für Klickfaule und des Englischen nicht Mächtige sei nur erwähnt, dass der Trick darin besteht, dass buffalo als Name der Stadt, Büffel (im Plural) sowie Verb verwendet wird, der Rest ergibt sich durch Schachtelsatzspielereien.
Das wirklich schicke daran ist aber, dass für jedes (natürliche) n der Satz (buffalo)n syntaktisch korrektes Englisch ist (wobei wir hier von der Groß- und Kleinschreibung absehen, da wir ja von der Sprache reden, nicht von der schnöden Orthographie); zumindest, wenn man sich auf Chomskys (linguistisches) Weltbild einlässt. Das kann man sogar mit ganz einfachen Mitteln zeigen, so einfach, dass es sich im Grunde für eine recht leichte Klausuraufgabe eignet.
Mit der Hilfestellung, dass sich aus dem im Artikel erwähnten Ableitungsbaum fast alle benötigten Regeln ableiten lassen, und noch mindestens eine der Regeln NP->N, NP->PN und VP->V dazugehört, sollten zumindest Infotiker, die mal eine Theorie-Vorlesung bestanden haben, diese Behauptung für alle n bis auf die Sonderfälle 0 und 1 beweisen können. Auf, auf, versucht’s, zeigt Euch selbst, dass Ihr Euch diesen Schein verdient habt!
Alle anderen begnügen sich vielleicht lieber mit jenem Beweis durch Beispiel und Händewedeln, was ja für die meisten Lebenslagen langt. Am bequemsten und verständlichsten ist es aber, mir den einen oder anderen Kaffee zu spendieren und sich die Lösung von mir erklären zu lassen. Je nach Kenntnisstand und Auffassungsgabe rechne ich mal bei fast allen Leute mit 1 bis 3 Kaffee, denn einer interessierten Gegenüber ist sowas recht schnell erklärt, selbst wenn gar keine Vorkenntnisse vorhanden sind.
Da nun auch das perfide Albion danach strebt, sich Teile des Südkontinents anzueignen, wird es wohl Zeit, noch einmal über Deutschlands aufgegebenene Gebietsansprüche nachzudenken. Traditionellerweise klärt man solche Streitigkeiten ja durch Wettrennen; wenn kein Eggerth mit dem Stratosphärenflieger zur Hilfe eilt, dann vielleicht eine Bundesflugscheibe?
Mit Entsetzen muss ich feststellen, dass mein Erzfeind van Blommestein, widerlicher Widersacher und seit langem Objekt meines aufrichtigen Neids, nicht nur sein eigenes Meer, sondern einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat. Und zwar einen recht langen, schwärmerischen, und das auch noch einzig in der ansonsten recht löschfreudigen deutschsprachigen Wikipedia.
Womit hat er das verdient? Gut, wohl durch ingeniöse Meisterleistungen, aber abgesehen davon, womit? Prof. Dr. Ir. W. J. van Blommestein Meer, verdammt!
Gewiss bin ich nicht der erste, dem der Gedanke kam, und auch habe ich das schon vielen gesagt, doch sollte man das mal festhalten: Ich wünsche mir aus tiefstem Herzen, dass Lost genauso enden wird wie The Prisoner.
Die ganze Zeit Rätsel über Rätsel, und am Ende gibt es nicht mal eine Pointe, sondern nur Wirrnis. Das würde zwar den Fans nicht recht gefallen und wahrscheinlich auch den DVD-Verkäufen schaden, aber meinen Respekt hätten sie.
Allerdings hat keiner der Lost-Darsteller, doch da bin ich nicht auf dem Laufenden, McGoohans übertrieben verbissenen Blick, so dass das vielleicht gar nicht so lustig wäre. Aber versuchen sollten sie’s, was kann da schon passieren.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]