Heute vor vier Jahren veröffentlichte ich den ersten Eintrag (der Link dort ist inzwischen tot, wie überraschend) in meinem Altblog welle:erdferkel, das im Gegensatz zu dem im Nebel der Internetgeschichte verschwundenen Urblog Das erd.ferkel… spricht? Raaa raaa raaa (gegründet am 31.8.2003) noch immer existiert. Der erste für mich heute noch lesenswerte Artikel ist übrigens der da.
Vier Jahre erdferkulöse Blog-Geschichte, und mit Ausnahme des großen Schweigens, das durch Spanien und meine Umzieherei ausgelöst wurde, sogar einigermaßen durchhaltend. Ich hatte hier mal ein Statistik-Plugin, aber das ist irgendwie kaputt; dennoch glaube ich, dass mein (an Benutzerzahlen) erfolgreichster Eintrag lange Zeit dieser war, und den kann ich sogar immer noch lesen.
Inzwischen dürfte es aber der da sein, da der bei der Google-Bildersuche beim Begriff alkohol recht weit oben erscheint. Apropos, dieser Eintrag zum Mensa-Burger liegt bei der Suche nach eklig immer noch recht weit vorne; allerdings schwankt das. Sowas tolles wie den Mensa-Burger haben die hier in Frankfurt übrigens nicht, und überhaupt solltet ihr Kaiserslauterer täglich für eure tolle Mensa dankbar sein.
Eine richtige Blog-Geschichte mit meinen allerliebsten Einträgen gibt es dann in einem Jahr, falls ich dran denke oder erinnert werde.
Oh, und ich hatte mal ein Zweitblog für “scheißlangweilige Uni-Scheiße” und allgemeines Gemecker, das findet man dort. Über den neuesten Eintrag freuen sich viele Leute.
Folgender Zettel hängt seit vorgestern an der Tür gegenüber der Informatik-Bibliothek:
Der Uri Geller-Zettel hängt übrigens immer noch.
Heise titelt:
Intel und Leibniz-Universität wollen Informatikstudium cool machenNein danke! Wir hier bei welle::erd.ferkel, Grundpfeiler der deutschen Volkswirtschaft, haben mit Geld, Sex und Karibik schon genug Coolness (zur Erinnerung), das können weder Chips noch Kekse toppen!
Für Pizza machen wir aber vielleicht eine Ausnahme.
Update: Das Berufsbild nimmt Konturen an, denn heute titelt heise:
Europäischer Polizeikongress: Polizist muss Traumberuf für Informatiker werdenDann ist ja alles klar — Geld, Sex, Karibik, Coolness und Polizei — also quasi Miami Vice (mit Informatik)!
Nun gut, Politiker, gebt mir ein fettes Spesenkonto, eine fiese Knarre und ein fetziges Schnellboot, dann bin ich auf jeden Fall dabei.
Seit Montag hängt dieser Zettel am Haupteingang des Informatikgebäudes:
Für Medienverweigerer und prätentiöse Gestalten der “Ich weiß nicht einmal, was Fernsehen ist”-Fraktion: Kontext.
Was ich schon länger mal erwähnen wollte: Jemand hat sich wirklich die Mühe gemacht, den kompletten Film Daniel der Zauberer auf YouTube hochzuladen, der erste Teil findet sich dort. Praktischerweise, und darum geht es mir hier vor allem, ist meine Lieblingsstelle direkt am Anfang eines der Stücke zu finden, nämlich dort, vom Anfang bis zu 3:22. Sollte man schon gesehen haben!
Für Schwächlinge, die maximal 32 Sekunden aushalten: Der aller-, allerwichtigste Teil liegt in dem Stück zwischen 2:50 und 3:22.
Für Historiker und Suchfunktionsverweigerer: Frühere Einträge zu diesem Thema.
Heute, werte schweigende Massen, heute beginnt das Jahr der Mathematik, Folgejahr des Jahre der Geisteswissenschaften und (ein Schritt weiter zurück gedacht) des der Informatik. Anstatt hämisch zu triumphieren, dass Mathematik und Informatik beide in etwa so sehr ein eigenes Jahr verdienen wie alle Geisteswissenschaften zusammen (dafür soll uns ein kurzes Hähähä! genügen) will ich lieber die Chance eines weiteren Jahresanfangs nutzen und meine Vorsätze für das neue Jahr der ganzen Welt mitteilen.
Nun, vielleicht nicht der ganzen Welt, zumindest all meinen Lesern. Das mögen zwar zur Zeit nicht allzu viele sein, da aber all meine Texte (und auch Eure Kommentare) hier allabendlich von einem in meinem Keller lebenden dressierten Affen namens Lord Snuffels McMonkeypants in Stein gemeisselt und an einen sicheren Ort transportiert werden ist davon auszugehen, dass diese auch einen Atomkrieg und Papier fressende Mikroben überdauern und so zukünftigen Generationen zur Verfügung stehen werden. Denn wenn man nur noch ein paar Denkmäler und Keilschrift als Lektüre hat, dann, ja dann freut man sich richtig über welle::erd.ferkel, selbst wenn dann nicht mal mehr die kleinste Chance besteht, all die obskuren Anspielungen zu verstehen — ein Schicksal, dass dieses Werk mit einem anderen teilen wird, das gewiss auch irgendwo in Stein geschlagen wurde.
Zwei Prämissen leiteten mich bei der Formulierung meiner Vorsätze. Die erste ist offensichtlich und selbstevident, denn inzwischen hat wohl jeder eingesehen, dass man echtes Glück und wahre Zufriedenheit in dieser Gesellschaft nur durch Konsum erlangen kann. Darüber muss man nicht diskutieren, wer das nicht einsehen will sollte besser in einer Höhle im Wald leben und Kakerlaken oder Eichhörnchen dressieren, verdammte Kommunisten! Andererseits, und das ist zwar nicht ganz so offensichtlich, aber jeder klar, die via Flugzeug umzog (was jeder mal ausprobiert haben sollte), andererseits ist materieller Besitz oft reichlich unpraktisch und eine Belastung.
Aus der zweiten leitet sich mein erster Vorsatz ab, nämlich weniger nutzlosen Krempel zu kaufen, wodurch die erste mir für meinen zweiten Vorsatz nur noch zwei Möglichkeiten lässt, nämlich mehr zu essen oder mehr zu verreisen. Die letzten Jahre tendierte ich eher zum Essen, doch dieses Jahr will ich es mal mit den Reisen versuchen. Da Konsequenz jedoch eine Tugend der Kleingeister und Bürokratenseelen ist und die Hölle Treppenstufen braucht will ich das mal nicht so eng sehen und auch die anderen Konsummöglichkeiten nicht ganz ausschließen — schließlich ist zum Beispiel gerade bei McDonald’s BigRösti-Zeit, und wenn gegen Ende des Jahres genug gespart aber nicht genug konsumiert wurde, so kaufte ich mir auch gerne ein EWI, wahrscheinlich das von Akai. Denn Musik ist toll, und mein Saxophon des Nachts nicht nachbarnkompatibel.
Also, zusammengefasst, mehr verreisen und weniger Krempel kaufen. Kann man so lassen.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]