Project Chanology, eine den nihilistischen Arschkrampen der *chan-Szene zugeschriebene Griefing-Flashmob-bla-Aktion im Gewand einer Demonstration gegen die doch reichlich überschätzten Scientologen, fiel außerhalb des Internets nur wenig auf.
Dennoch kommt es immer noch zu übertrieben euphorischen Reaktionen wie der von Charles Stross (SF-Autor):
And it’s not just some oddball hackers in a basement somewhere; the demonstrations in meatspace around the world are a quite impressive example of delocalized transnational internet-mediated political action that has got to be scaring the living daylights out of any number of insecure and/or corrupt politicians.Darauf antwortet man am besten mit der nüchterneren Perspektive von Jeffrey Rowland (Webcomic-Autor und Philosoph):

Hoffen wir mal, dass Stross das nicht ernst gemeint hat. Die Verwendung des Begriffs Arschkrampen weiter oben erfolgt übrigens mit größtem Respekt, denn auch wenn im Schutze der Anonymität grässliche Monster entstehen, so wächst auf diesem Misthaufen doch die eine oder andere Rose, wie zum Beispiel die LOLCATs.
Telepolis, seriösestes Medium für Verschwörungstheorien in der gesamten deutschsprachigen Blurghosphäre, prangert die deutsche EntmündigungBetreuungspraxis an und erinnert mich dadurch daran, dass ich schon vor Wochen, vor einer Ewigkeit, entdeckt habe, dass es seit unbestimmter Zeit eine ganz und gar legal anhörbare Version von Dies ist Unverschamtheit gibt, so dass ich keine dunkelstgrauen mp3s verlinken muss, um
Ich bin nicht verruckt!zu erklären. Damit können wir das als bekanntes Material im Referenzrahmen der obskuren Anspielungen hier voraussetzen.
The Darkest of the Hillside Thickets ist überhaupt eine recht coole Band, die sich aber meist nicht mit allgemeinem Wahnsinn, sondern mit dem speziellen der Yog-Sothothery befasst (Wörter und Worte können nicht beschreiben, wie dankbar ich Holger für diesen Ausdruck bin). Meine CDs hab ich damals (damals!) bei CD Baby bestellt, einem zumindest früher irgendwie empfehlenswerten Versand für superalternative Feinde der Musikindustrie.
Mit Erschrecken musste ich kürzlich feststellen, dass zwar alle mir bekannten Filme von Helge Schneider auf DVD erschienen sind, jedoch kein einziger davon englische Untertitel zur Verfügung stellt. So scheiterte meine grandiose Geschenkidee, im Zuge der Völkerverständigung Helge Schneider Filme an des Deutschen nicht mächtige oder ausgewanderte Freunde und Bekannte zu verschenken, an der Sparsamkeit der Herausgeber oder der Unübersetzbarkeit des Werkes.
Was, wenn man es genau betrachtet und um einschlägigen Kommentaren vorzubeugen, vielleicht doch gar nicht so schlimm ist, und außerdem erspart es unangenehme Gespräche der Form “Auf Deutsch ist das aber lustiger” — “Nein, ist es nicht. Ganz und gar nicht”.
Die Wikipedia behauptet, das Guiness Buch der Rekorde behaupte, Baywatch sei die meistgesehene Serie der Welt. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber sicherlich wird keiner ernsthaft behaupten, dass Baywatch nicht wenigstens verdammt bekannt ist. Weniger bekannt ist hingegen das kurzlebige Spin-off Baywatch Nights, in dem man weniger auf Badeanzüge und mehr auf Verbrechen setzte und Hasselhoff zum Teilzeitprivatdetektiv machte.
Das lief nicht allzu gut, und deshalb beschlossen die Verantwortlichen in der zweiten Staffel mehr auf Mystery zu setzen, denn es waren die Neunziger, Akte X war noch nicht hoffnungslos gegen die Wand geschrieben worden, und Buffy lag schon in der Luft (und war ein unbekannter Film).
Baywatch Nights ist in etwa so schlecht, wie man das vom Rezept “Akte X mit Baywatch-Mitch” her vermuten könnte, Strandszenen gibt es eigentlich auch kaum, daher kam die Serie bei den Zuschauern nicht wirklich an und wurde nach der zweiten Staffel wieder eingestellt, was zeigt, dass Fernsehproduzenten auch Gutes tun können (wenn auch aus eigennützigen Motiven).
Allerdings gebe ich zu, dass ich die Dreistigkeit des Konzepts zu schätzen weiß, und als mir beim Durchstöbern der DVD-Regale eine Box mit allen Folgen jener Staffel in die Hände fiel betrachtete ich das als ein Omen der Götter des schlechten Geschmacks, die ein Opfer verlangten. Als ich mich das letzte Mal den Wünschen jener Götter widersetze kamen Vokuhilas wieder in Mode, daher fügte ich mich und kaufte dieses schreckliche Machwerk. Außerdem hat jemand, der Daniel der Zauberer auf DVD besitzt und in seinem Blog bespricht, sowieso nichts mehr zu verlieren.
Bisher habe ich mich nur an eine Folge gewagt; um den Schrecken möglichst gering zu halten habe ich mir dazu die ausgesucht, die von ihrer Kurzbeschreibung her am ehesten auf ein Erscheinen Cthulhus hoffen ließ, denn schließlich können auch Autoren schlechter Serien gebildet sein (und einfach nur das Geld brauchen).
Cthulhu erschien natürlich nicht, allerdings ein mysteriöser Antiquar, der Buffy-Fans gewiss verdächtig vorkommen dürfte:
Das fände ich dann schon ein wenig beunruhigend.
Abgesehen davon nutze ich diese Gelegenheit, um das folgende Bild von Anthony Head (unter anderem bekannt als Mr Finch, Schuldirektor und Fledermausalien, in einer Folge von Doctor Who) zu zeigen, das mit dem Rest des Eintrags nur sehr mittelbar zu tun hat, aber doch irgendwie cool ist:
Zum Aufwärmen nach dem Schweigen der letzten Tage, und weil wir Folge 26 letztes Jahr übersehen haben, und überhaupt: Es ist wieder Zeit für einen albernen Test. Diesmal wird die Boshaftigkeit getestet, und anders, als manch einer vermuten mag, bin ich nicht rein böse (wie der Herr Orkpirat, von dem das kommt), sondern nur böse:

Hier in Frankfurt ist ja vieles ein wenig größer als in Kaiserslautern (Texas!), klar, größere Stadt und größere Uni und so. Im Guten wie im Schlechten überrascht das einen nicht lange, irgendwann rechnet man mit sowas, klar.
Dass aber das, was in Kaiserslautern die Maschfasch ist, in Frankfurt so verdammt groß ist, das hat mich dann doch überrascht. Übrigens, das habe ich dann am Montag Morgen mit weiten Schritten nachgemessen (denn ich bin schlecht im Schätzen), war der von außen sichtbare Teil der Schlange am Eingang (oder an der Kasse) war deutlich über hundert Meter lang.
Mönsch, ich hätte da hingehen sollen. Die hatten eine Kaffee-Bar.
Und anscheinend werden sämtliche große Feten (zumindest die, für die man Plakate sieht) hier nicht von Fachschaften oder so, sondern von irgendwelchen Event-Agenturen organisiert. Alles sehr anders.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]