Project Chanology, eine den nihilistischen Arschkrampen der *chan-Szene zugeschriebene Griefing-Flashmob-bla-Aktion im Gewand einer Demonstration gegen die doch reichlich überschätzten Scientologen, fiel außerhalb des Internets nur wenig auf.
Dennoch kommt es immer noch zu übertrieben euphorischen Reaktionen wie der von Charles Stross (SF-Autor):
And it’s not just some oddball hackers in a basement somewhere; the demonstrations in meatspace around the world are a quite impressive example of delocalized transnational internet-mediated political action that has got to be scaring the living daylights out of any number of insecure and/or corrupt politicians.Darauf antwortet man am besten mit der nüchterneren Perspektive von Jeffrey Rowland (Webcomic-Autor und Philosoph):

Hoffen wir mal, dass Stross das nicht ernst gemeint hat. Die Verwendung des Begriffs Arschkrampen weiter oben erfolgt übrigens mit größtem Respekt, denn auch wenn im Schutze der Anonymität grässliche Monster entstehen, so wächst auf diesem Misthaufen doch die eine oder andere Rose, wie zum Beispiel die LOLCATs.
Telepolis, seriösestes Medium für Verschwörungstheorien in der gesamten deutschsprachigen Blurghosphäre, prangert die deutsche EntmündigungBetreuungspraxis an und erinnert mich dadurch daran, dass ich schon vor Wochen, vor einer Ewigkeit, entdeckt habe, dass es seit unbestimmter Zeit eine ganz und gar legal anhörbare Version von Dies ist Unverschamtheit gibt, so dass ich keine dunkelstgrauen mp3s verlinken muss, um
Ich bin nicht verruckt!zu erklären. Damit können wir das als bekanntes Material im Referenzrahmen der obskuren Anspielungen hier voraussetzen.
The Darkest of the Hillside Thickets ist überhaupt eine recht coole Band, die sich aber meist nicht mit allgemeinem Wahnsinn, sondern mit dem speziellen der Yog-Sothothery befasst (Wörter und Worte können nicht beschreiben, wie dankbar ich Holger für diesen Ausdruck bin). Meine CDs hab ich damals (damals!) bei CD Baby bestellt, einem zumindest früher irgendwie empfehlenswerten Versand für superalternative Feinde der Musikindustrie.
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Comments
Fri, 19.12.2008 11:02
Ich bin schon bald eine Woche lang wieder da, hatte und habe aber viel zu tun.
Wed, 17.12.2008 09:47
Dafür haben wir hier britische Suppe. Wann kommst du wieder?
Tue, 16.12.2008 09:20
Ich weiß leider nicht im Detail, wie eine solche Regel arbeiten soll (und gerade keine Zeit, um nachzulesen). Aber wie [...]
Mon, 08.12.2008 00:30
Was nicht viel nutzt, denn ich bin eh viel drinnen, aber nett ist das trotzdem.
Sun, 07.12.2008 23:27
Oh, auch gut. Halte ihn in Ehren und behandle ihn gut! Er hat eine gewisse Vorgeschichte, denn vor mir gehörte er einem, [...]