Erstens brachte die Zeit einen Artikel über Assassin’s Creed, ohne weiter auf Jade Raymond einzugehen, was für jemanden, der wie ich immer noch viel zu viel von der Computerspielpresse mitbekommt, recht überraschend ist und positiv auffällt (man kontrastiere dazu die jüngste Vergangenheit).
Zweitens bekam ich heute eine Mail von einem Fachverlag:

Wer kann da nein sagen! Meine Schwester mag zum Beispiel Autos, deswegen kriegt sie ein Buch über Automatentheorie, meine Mutter kriegt was über Katzegorientheorie, und auch für alle anderen wird sich da was finden. Und wenn ich richtig auswähle, kann ich die sogar von der Steuer absetzen, haha. Das ist noch besser als die Unsummen, die ich die letzten Jahre in deren Namen an das Menschliche Hilfswerk gespendet habe.
#1 - Erdferkel said:
2007-11-27 09:01 - (Reply)
Ach, für Azou: Denk Dir nach dem Bild ein "Fore!". Das nächste Mal denk ich dran. Versprochen!
#1.1 - Azundris said:
2007-11-27 13:36 - (Reply)
Ich weiß ja gar nicht, wer der menschliche Hilfszwerg ist.
#1.1.1 - Erdferkel said:
2007-11-27 13:53 - (Reply)
Ach, vielleicht erinnere ich mich auch falsch daran; es gibt ja anscheinend leider keine deutschen Seinfeld-Mitschriften, und auf Englisch haben sie es nicht ausgestrahlt.
Das wichtigste ist jedenfalls, dass sie nicht existieren.
#2 - Azundris said:
2007-11-27 14:12 - (Reply)
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Human_Fund#The_Human_Fund
#3 - Rictus said:
2007-11-27 19:01 - (Reply)
Ach, diese ganze Geschichte um Jade Raymond hat mir Assassin’s Creed irgendwie ein wenig verleidet. Wenn Barthes’ death of the author wirklich greift, dann doch bei Computer- und Videospielen (und jetzt kommt mir nicht mit Sid Meier, Peter Molyneux oder schauder John Romero) und es sollte vollkommen egal sein ob der kreative Anführerkopf hinter dem Sache eine Frau ist.
Aber UbiSoft muss sich halt auch der Marketingweltstrategie anschliessen und die ist ja immer noch: sex sells.
Und das ist gerade im Spielebereich eigentlich sehr schade, haben doch schon andere Frauen bewiesen, dass sie oftmals bessere/interessantere Spiele zu entwickeln in der Lage sind. Als Beispiel sei hier nur Amy Hennig genannt, die für die Legacy of Kain-Serie verantwortlich schreibt und nach deren Ende das Jak & Dexter-Franchise übernommen hat.
#3.1 - Erdferkel said:
2007-11-27 23:46 - (Reply)
Bah, Meier, Molyneux, Romero – LORD BRITISH! Der ist aber auch die einzige Ausnahme, die mir eingefallen ist; dafür hat er sich gleich doppelt in die meisten Ultimas eingebaut.
UbiSofts Vorgehen als sex sells zu beschreiben ist vielleicht ein wenig zu drastisch. Sicher hat UbiSoft Jade Raymond sehr ins Rampenlicht gestellt (oder sie sich selbst, wer mag das wissen); aber das tun Leute wie die von Dir genannten auch. Nur dass da die Presse bei weitem nicht so mitspielt, da von denen keiner eine gut aussehende Frau ist. Noch dazu muss die Spielepresse heutzutage ja täglich Nachrichten ankarren, und nicht mehr nur einmal im Monat.
Andersrum heißt das aber auch, dass Jade Raymond nicht den gleichen Status wie die Typen kriegen kann, denn wenn sie sich auch nur ein wenig ins Rampenlicht schieben will, wird gleich "sex sells" gerufen. Das ist wohl erst mal nicht zu ändern, aber es sollte nicht so sein müssen.
Übrigens krass, dass Amy Hennig nicht mal einen Absatz in der Wikipedia bekommen hat. Die Sierra-Damen (Roberta Williams, Jane Jensen und Lori Ann Cole) kommen da besser weg. Seltsam.
#3.1.1 - Rictus said:
2007-11-28 09:28 - (Reply)
Der heisst jetzt General British (oder war’s Commander British?) und erlebt sein eigenes kleines Waterloo mit Tabula Rasa. Aber vielleicht gelingt ja sein Pla, der erste Game Developer im All zu sein, noch und er bekommt neue Inspiration.
Die Sierra-Damen waren tatsächlich auch damals in den Magazinen schon präsenter, ich kann mich noch an eine PowerPlay-Ausgabe erinnern, in der Interviews mit allen Haupt-Entwicklerinnen von Sierra gedruckt wurden. Von allen bis auf die Entwicklerin der Gabriel Knight-Spiele. Die waren wohl zu männlich orientiert.
#3.2 - Azundris said:
2007-11-28 05:06 - (Reply)
Dir ist schon klar, daß Du Deine Aussage ("sex sells") gleich selbst widerlegt hast, oder? Denn sonst müsste Romero ja nicht seine Raketen bemühen, um coverage zu bekommen. It’s the pornification of the female body that’s sold. Was nicht das selbe ist wie "Sex", was Dir jeder der schon mal Sex hatte bestätigen wird. Und nein, daran ändert auch ein einzelner Cola Light-Mann, der weder die Regel noch Sex ist, nichts.
#3.2.1.1 - Azundris said:
2007-11-28 23:03 - (Reply)
Oh, ui, das weiß ich gar nicht mal so genau; eines der letzten Interviews das ich gelesen habe, war mit ihm (das heißt, eigentlich mit John Carmack, den ich eigentlich meinte, wie man an dem Raketen-Hinweis evtl. hätte bemerken können), aber das will nichts heißen: ich lese sowas nicht so oft, auch wenn ich gerade ein Buch über Narrative Techniken in Videospielen lese.
| | | | Back to top
Design by Andreas Viklund | Serendipity Template by Carl