Bin zwar beschäftigt, aber das hier muss mitgeteilt werden: In Japan gibt es nun ein Aal-Getränk!
The canned drink called “Unagi Nobori,” or “Surging Eel,” made by Japan Tobacco Inc., hit the nation’s stores this month just ahead of Japan’s annual eel-eating season, company spokesman Kazunori Hayashi said Monday. [..] The fizzy, yellow-colored drink contains extracts from the head and bones of eel and five vitamins – A, B1, B2, D and E – contained in the fish. (mehr)Na, da wollen wir doch hoffen, dass der bis September nicht ausverkauft ist, was? Und dass der Koffein enthält, damit sich das richtig lohnt.
Solche Dinge sind ein Grund, nicht nur mit Handgepäck zu reisen, da die unterdrückerischen Sicherheitsbestimmungen der postneunhundertelfischen Welt die Mitnahme von Getränken unnötig erschweren, nicht insbesondere und auch nicht nur, doch auch, wenn diese Aal enthalten. “Leute, ich bin zurück, und ich bringe Euch AAL! Aal-Cola, nicht Alkohol, aloha!”
Interessant ist auch, dass der Artikel kurz auf die Japan erschütternden Fälle von Aalbetrug eingeht, in denen minderwertiger ausländischer Aal als echte Markenware umdeklariert wurde. Das war, manch einer sah sich so kurz vor Ende dieses Eintrags schon gerettet, wohl ein echter Skandaal.
Das antitheistische Kinderbuch Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel, gegen das jemand aus dem Familienministerium einen Indizierungsantrag gestellt hat, ist inzwischen auf der Bestsellerliste von amazon.de auf Platz 1 gelandet.
Gestern sprang es noch zwischen Platz 2 und 3 rum, und davor war es irgendwann auf Platz 50 oder so, insgesamt war das also eine gelungene Werbeaktion.
Update (7.2.): Jetzt haben sie’s (ungewohnt langsam) auch bei kath.net gemerkt. Besser spät als nie.
Heute, werte schweigende Massen, heute beginnt das Jahr der Mathematik, Folgejahr des Jahre der Geisteswissenschaften und (ein Schritt weiter zurück gedacht) des der Informatik. Anstatt hämisch zu triumphieren, dass Mathematik und Informatik beide in etwa so sehr ein eigenes Jahr verdienen wie alle Geisteswissenschaften zusammen (dafür soll uns ein kurzes Hähähä! genügen) will ich lieber die Chance eines weiteren Jahresanfangs nutzen und meine Vorsätze für das neue Jahr der ganzen Welt mitteilen.
Nun, vielleicht nicht der ganzen Welt, zumindest all meinen Lesern. Das mögen zwar zur Zeit nicht allzu viele sein, da aber all meine Texte (und auch Eure Kommentare) hier allabendlich von einem in meinem Keller lebenden dressierten Affen namens Lord Snuffels McMonkeypants in Stein gemeisselt und an einen sicheren Ort transportiert werden ist davon auszugehen, dass diese auch einen Atomkrieg und Papier fressende Mikroben überdauern und so zukünftigen Generationen zur Verfügung stehen werden. Denn wenn man nur noch ein paar Denkmäler und Keilschrift als Lektüre hat, dann, ja dann freut man sich richtig über welle::erd.ferkel, selbst wenn dann nicht mal mehr die kleinste Chance besteht, all die obskuren Anspielungen zu verstehen — ein Schicksal, dass dieses Werk mit einem anderen teilen wird, das gewiss auch irgendwo in Stein geschlagen wurde.
Zwei Prämissen leiteten mich bei der Formulierung meiner Vorsätze. Die erste ist offensichtlich und selbstevident, denn inzwischen hat wohl jeder eingesehen, dass man echtes Glück und wahre Zufriedenheit in dieser Gesellschaft nur durch Konsum erlangen kann. Darüber muss man nicht diskutieren, wer das nicht einsehen will sollte besser in einer Höhle im Wald leben und Kakerlaken oder Eichhörnchen dressieren, verdammte Kommunisten! Andererseits, und das ist zwar nicht ganz so offensichtlich, aber jeder klar, die via Flugzeug umzog (was jeder mal ausprobiert haben sollte), andererseits ist materieller Besitz oft reichlich unpraktisch und eine Belastung.
Aus der zweiten leitet sich mein erster Vorsatz ab, nämlich weniger nutzlosen Krempel zu kaufen, wodurch die erste mir für meinen zweiten Vorsatz nur noch zwei Möglichkeiten lässt, nämlich mehr zu essen oder mehr zu verreisen. Die letzten Jahre tendierte ich eher zum Essen, doch dieses Jahr will ich es mal mit den Reisen versuchen. Da Konsequenz jedoch eine Tugend der Kleingeister und Bürokratenseelen ist und die Hölle Treppenstufen braucht will ich das mal nicht so eng sehen und auch die anderen Konsummöglichkeiten nicht ganz ausschließen — schließlich ist zum Beispiel gerade bei McDonald’s BigRösti-Zeit, und wenn gegen Ende des Jahres genug gespart aber nicht genug konsumiert wurde, so kaufte ich mir auch gerne ein EWI, wahrscheinlich das von Akai. Denn Musik ist toll, und mein Saxophon des Nachts nicht nachbarnkompatibel.
Also, zusammengefasst, mehr verreisen und weniger Krempel kaufen. Kann man so lassen.
Gut waren sie, die Burger, besser noch die Fritten, doch nicht so gut, dass ich einzig und alleine dafür den weiten Weg nach Finnland auf mich nehmen würde. Daher schien Hesburger für mich erst einmal abgehakt und bis auf weiteres erledigt, einzige und alleine als Option für zukünftige Finnland-Besuche relevant.
Vergangenes Silvester weilten ich in Hamburg, und als die silvesterlichen Menschenmengen uns durch die vollen Straßen schwemmten hatte ich eine quasi-religiöse Erfahrung. d.l.g. sagte vor langer Zeit etwas in der Art von “Immer wenn ich denk’ es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein goldenes M daher”, und ähnlich fühlte ich mich. Ich hatte gerade ein Bonmot geäußert, dass der c.fe mir wohl noch lange vorhalten wird, drehte meinen Kopf nach rechts und stand plötzlich vor einem freundlichen roten H.Wie ich nun aus der Wikipedia weiß, gibt es zur Zeit vier Hesburger in Deutschland, drei davon in Hamburg, einen in Lübeck (und Syrer haben keinen Geschmack). Wie passend, denn ich hatte mir sowieso eingeredet, in Hamburg Hamburger essen zu müssen. Den Ruisfilehampurilainen hatten sie nicht (wobei ich nicht fragte, denn wer kann sich solch einen Namen schon merken (Finnen, okay)), aber die Hesburgersauce ist genial (und auch auf den normalen Hamburgern), und die Fritten begeisterten auch Freddy und Sepp.
Gut waren sie, die Burger, besser noch die Fritten, doch nicht so gut, dass ich einzig und alleine dafür den weiten Weg nach Hamburg oder Lübeck auf mich nehmen würde. Die geringe Qualität der Bilder meiner Handykamera (durch Klicken zu vergrößern) macht diesen Eintrag übrigens besonders authentisch.
Letztens verschlug es mich versehentlich, denn eigentlich wollte ich nur in der erweiterten Nachbarschaft einen Brief einwerfen, wieder einmal in den Kaufhofkeller. Dort musste ich mit mir kämpfen, denn obwohl ich keine Tiefkühltasche dabei hatte, grinsten mich zwei bislang unprobierte Sorten Ben & Jerry’s Eiscreme verführerisch an.
Nur wegen zwei Packen eigentlich zu teuren Eises eine Tiefkühltasche zu kaufen schien mir übertrieben (man merkt, ich spare am richtigen Ende), also beschloss ich, mit mir selbst einen Handel zu schließen: Ich kaufe das Eis, die beiden Eise, nur, wenn ich es schaffe, innerhalb von fünf Minuten etwas tiefgekühltes zu finden, etwas, das ich noch nie probiert habe aber unbedingt probieren muss, um so den Kauf der Tüte zu rechtfertigen.
Direkt um die Ecke entdeckte ich das hier, und alleine schon das Vorkommen von Minze und Zitrone rechtfertigte den Kauf. Das Bild hier ist allerdings stark vergrößert, in Wirklichkeit fasst der Becher gerade einmal 0,3 Liter und enthält (für alle, die kein Hebräisch können) Sirup. Ja, bah, eigentlich ist Getränkegrundstoff doof, aber der hier hat mich doch sehr angenehm überrascht. Man wirft das Zeug gefroren in ein Gefäß, kippt die vierfache Menge an kaltem Wasser drauf und erhält so ein Getränk, das wie Mojito schmeckt, jedenfalls wie Mojito ohne Alkohol.
Eine feine Sache und wirklich empfehlenswert, nur schade, dass ich das erst nach dem Tod des Sommers entdeckte, und schade, dass sie es im nächsten Jahr wahrscheinlich nicht mehr haben werden, da das gewiss nur im Rahmen der gerade vergangenen Israel-Tage in Sortiment gepackt wurde. Ich muss mal rausfinden, ob man das noch öfter kriegen kann; ansonsten sei jedem geraten, das mal zu probieren.
Abgesehen davon merke ich an, dass Chocolate Therapy ein (wie der Name bereits vermuten lässt) ungemein schokoladiges Eis ist — Schokoladeneis mit Schokoladenkeksen und Schokoladenpuddingeis; wenn man Schokolade mag, dann lohnt es sich fast, nur dafür Liebeskummer zu haben. Als unverstandener und gequälter Künstler-Wissenschaftler braucht man natürlich keinen Liebeskummer, um die Qual des Daseins mit diesem Eis lindern zu müssen; aber allen anderen sei für den Bedarfsfall dazu geraten. Für den Alltag hingegen ist es fast zu schokoladig, falls das denn möglich ist, außer man erleidet einen Alltag alltäglicher Qualen, die eine verständnislose Umwelt verursacht.
Das andere Eis, Peace of Cake, war ein wenig zu erdbeerig und zu wenig kuchig, auch hätte ich es bevorzugt, wenn der Kuchen ein Peace-Symbol geformt hätte, statt einfach gelegentlich im Eis freigelegt zu werden, so dass am Ende nur ein schlecht motiviertes Wortspiel und ein wenig Enttäuschung bleiben, auch wenn das Eis ganz okay ist. Viel besser ist da Phish Food mit seinen Knusperfischen, die wehrlos im Eis gefangen auf ihren Tod warten.
Praktisch, wenn man gegen 21.15 merkt, dass der vorrätige Kaffee nicht für den nächsten Morgen reichen wird, und noch gemütlich drei Ecken entfernt Nachschub kaufen kann, da der REWE bis um 22 Uhr geöffnet hat. So bleibt einem eine verzweifelte Tour zum Bahnhof oder gar Flughafen erspart, ich glaube auch nicht, dass man an Tankstellen Kaffeebohnen kaufen kann. Sollte ich aber besser mal rausfinden, denn eine Stunde später hätte ich doof geguckt.
Auf dem Weg dachte ich darüber nach, was ich tun würde, wenn ich statt der von mir bevorzugten Sorte African Blue, ungemahlen, nur die milderen Sorten oder gemahlenen Kaffee vorfinden würde. In solchen Fällen bin ich immer ein wenig desorientiert, da ich mich inzwischen wieder an das beruhigende Geräusch der Kaffeemühle (elektrisch, denn mir fehlt inzwischen morgens der jugendliche Schwung, den man zum Handmahlen benötigt), den Duft frischer Bohnen und die starke Würze des Kaffees gewöhnt habe.
Fehlt etwas davon, so bin ich aus dem Takt gebracht, die Routine ist zerschlagen und der ganze Tag steht unter einem schlechten Vorzeichen. Gut, gar nicht wahr, gelogen, ich denke mir dann allenfalls “wie unangenehm” und mache den Kaffee zweiter Wahl etwas stärker, was zwar nicht das gleiche ist, sich aber einige Tage aushalten lässt, aber es macht mich halt nicht froh.
In der zweiten Hälfte meiner Spanien-Zeit musste ich ja sogar täglich mit Espresso auskommen, der, auch wenn ich mit dieser Meinung unter Kaffeefreunden wohl zu einer Minderheit gehöre, richtigen Kaffee nicht wirklich ersetzen kann, und selbst dieses Trauma habe ich inzwischen fast überwunden; nur noch selten wache ich angsterfüllt aus Alpträumen auf, in denen die EU alle Kaffeegetränke bis auf Espresso und Latte macchiato verbietet. Gut, auch nicht wahr, auch gelogen, zumindest übertrieben, aber Espresso ist für mich klar zweite Wahl, es sei denn, man gießt ihn über Eis, und Latte macchiato kann ich nur noch in sehr kleinen Mengen trinken, weil ich einmal zu oft bei Starbucks war.
Und weil ich das auch schon länger empfehlen wollte, hier noch ein Tip an alle etwas Wagemutigeren: Probiert mal Kaffee mit Tabasco und Vanillesirup, das ist momentan meine bevorzugte Mischung.
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Comments
Sat, 06.09.2008 10:26
Und deswegen, Günther, wirst Du nie ein Rap-Ex-Superstar werden können! Aber wir haben ja eh schon festgelegt, was für [...]
Sat, 06.09.2008 10:24
Wer Millionen von jugendlichen Fans mobilisieren kann schert sich nicht darum, ob es nun der, die oder das Blog, Vlog [...]
Sat, 06.09.2008 10:19
Ich erwarte inzwischen auch von Entertainern tiefgründigere Betrachtungen. Spätestens seit Paris Hiltons Energiepolitik [...]
Sat, 06.09.2008 10:19
Abgesehen davon, dass das im Prinzip stimmt: Tornado, nicht Eurofighter. Der Eurofighter ist eigentlich für alles zu [...]
Wed, 03.09.2008 19:19
Alaska? C’mon… Und warum hat dem guten Sean niemand gesagt, daß er eigentlich ein Vlog führt? Zeit für nerd rage.